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    Home»Konzertberichte»Steel meets Steel Festival – Waltrop, 15.08.2026

    Steel meets Steel Festival – Waltrop, 15.08.2026

    By LuckyAugust 20, 2026

    Heavy Metal never dies!

    Das Steel meets Steel Festival 2026 ist Geschichte. Am 15.08.2026 trafen sich Hunderte Metalheads in Waltrop und huldigten der lokalen Metalszene Nordrhein-Westfalens. Bei durchwachsenem Wetter feierte das Waltroper Publikum ausgelassen und friedlich. Lest hier unseren Festivalbericht, denn wir waren für euch vor Ort!

    Neue Location, Alter Geist

    Nach einjähriger Abstinenz fand die nächste Ausgabe des Steel Meets Steel Festivals statt. Allerdings nicht mehr in Castrop-Rauxel, sondern diesmal in Waltrop. Mit einem neuen Konzept und einem neuen Festivalgelände ging das kleine, aber feine Festival in die nächste Runde. Dabei wurde am wichtigsten Punkt festgehalten: Umsonst und draußen!

    Wir waren ab ca. 15 Uhr vor Ort, verschafften uns einen kleinen Überblick über die Gegebenheiten, und dann kam auch schon die erste musikalische Darbietung.

    Demon Drowner

    Demon Drowner aus Dorsten eröffneten das diesjährige Open Air. Die Band, die ihren Stil als „Fusion Metal“ definiert, konnte direkt punkten. Zum einen durch ein dynamisch gespieltes Set und zum anderen, weil die Frontsängerin Vera wirklich sehr charismatisch war.

    • Demon Drowner 1 Live At SmS 2026

    • Demon Drowner 2 Live At SmS 2026

    • Demon Drowner 3 Live At SmS 2026

    • Demon Drowner 4 Live At SmS 2026

    • Demon Drowner 5 Live At SmS 2026

    • Demon Drowner 6 Live At SmS 2026

    • Demon Drowner 7 Live At SmS 2026

    • Demon Drowner 8 Live At SmS 2026

    Musikalisch bewegten sich Demon Drowner für uns irgendwo zwischen Crystal Viper und den Burning Witches. Allerdings bringt Vera auch den ein oder anderen Growl unter, was die Band von einer klassischen Heavy-Metal-Band abhebt.

    Gerne mal checken!

    Fairytale

    Ab 16:45 Uhr standen die Heavy Metaller von Fairytale auf der Bühne. Geradliniger Heavy Metal mit einer Prise Power Metal trifft auf Mitsinghymnen und humorvolle Ansagen.

    • Fairytale 1 Live At SmS 2026

    • Fairytale 2 Live At SmS 2026

    • Fairytale 3 Live At SmS 2026

    • Fairytale 4 Live At SmS 2026

    • Fairytale 5 Live At SmS 2026

    • Fairytale 6 Live At SmS 2026

    • Fairytale 7 Live At SmS 2026

    • Fairytale 8 Live At SmS 2026

    Die Band aus Euskirchen musste leider mit einsetzendem Nieselregen kämpfen. Deswegen war es vor der Bühne nicht komplett ausgelastet. Aber diejenigen Metaller, die nicht aus Zucker waren, genossen eine intensive Performance.

    Freunde von Edguy, Helloween und Co. sollten sich die Pöttler mal genauer anschauen – oder besser hören!

    Agamendon

    Unser musikalisches Highlight war neben Mercury Tide ganz klar Agamendon. Deutscher Oldschool-Death-Metal der Marke: Nackenbrecher!

    Die älteste Band im Line-up – oder sagen wir besser: die erfahrenste Band – existiert bereits seit dem Jahr 2000. Aber auch nach 26 Jahren hatte die Oldschool-Perle Bock wie Bolle. Vor der Bühne wurde es deutlich voller und auch ein kleiner Mini-Moshpit bildete sich rasch.

    • Agamendon 1 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 2 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 3 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 4 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 5 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 6 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 7 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 8 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 9 Live At Steel Meets Steel 2026

    • Agamendon 10 Live At Steel Meets Steel 2026

    Besonders auffallend war die positive Chemie der Bandmitglieder. Außerdem befand sich im Publikum viel Metal-Nachwuchs. Für viele Kinder vermutlich also die erste Berührung mit härterer Musik. Unserer Meinung nach hatten die Kiddys alle Spaß. Außerdem wurde jedes Kind mit Mickey-Mouse-Kopfhörern bzw. Ohrstöpseln ausgestattet. Mega vorbildlich!

    Zu unserer Schande war es die erste Show von Agamendon für uns, aber bestimmt nicht die letzte.

    Mercury Tide

    Der vermeintliche interne Headliner folgte zugleich, denn mit Mercury Tide erlebten die Besucher eine kompakte Melodic-Heavy-Metal-Show. Dabei hatte Sänger und (auch) Frontmann von Angel Dust, Dirk Thurisch, einen Sahnetag. Denn für unsere Begriffe traf er jeden Ton perfekt und konnte wirklich von sich überzeugen.

    Auch die anderen Bandmitglieder konnten mit absoluter Spielfreude punkten. Die Musik von Mercury Tide schwimmt im gleichen Fahrwasser wie eben Angel Dust, Gamma Ray, alte Running-Wild-Platten und Avantasia. Jedoch steht nicht der Power Metal im Fokus, sondern eher der Melodic Metal.

    • Mercury Tide 1 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 2 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 3 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 4 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 5 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 6 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 7 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 8 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 9 Live At SmS 2026

    • Mercury Tide 10 Live At SmS 2026

    Auch Petrus hatte Erbarmen, denn der Nieselregen löste sich mittlerweile komplett auf und die Sonne kam noch einmal etwas heraus.

    Besonders empfehlen können wir euch das aktuelle Album von Mercury Tide: „Walls of Confusion“ aus dem Jahr 2025. Daraus wurden auch die meisten Songs vor Ort performt und vor allem „Crimson“ hat es uns richtig angetan. Guter Ohrwurm!

    Khepra

    Der diesjährige Headliner war die einzige internationale Band im diesjährigen Line-up: Khepra. Die Band kommt aus Istanbul und spielte einen soliden Mix aus Black- und Death-Metal. Passend dazu traten die Musiker mit leichtem Corpsepaint auf und verbanden wuchtige Riffs mit dezenten Folk-Einflüssen.

    Für uns war Khepra im Vorfeld die spannendste Band im diesjährigen Line-up, jedoch konnten sie uns nicht ganz überzeugen. Denn Khepra würden wir eher im Melodic Death Metal ansiedeln. Hier und da kamen zwar Black-Metal-Vibes auf, auf die typischen Blastbeats und den krächzenden Gesang warteten wir jedoch vergeblich.

    • Khepra 1 Live At SmS 2026

    • Khepra 2 Live At SmS 2026

    • Khepra 3 Live At SmS 2026

    • Khepra 4 Live At SmS 2026

    • Khepra 5 Live At SmS 2026

    • Khepra 6 Live At SmS 2026

    • Khepra 7 Live At SmS 2026

    • Khepra 8 Live At SmS 2026

    • Khepra 9 Live At SmS 2026

    • Khepra 10 Live At SmS 2026

    Auch das Publikum verhielt sich größtenteils eher verhalten, während einige wenige Metalheads voll abgingen. Khepra selbst kann man keinen Vorwurf machen. Die Band gab von Anfang an Vollgas, wirkte aber hier und da auch stellenweise etwas unbeholfen.

    Dennoch empfehlen wir Khepra, besonders für die Melo-Deather unter uns.

    Fazit

    Die diesjährige Ausgabe des Steel Meets Steel Festivals kann definitiv als erfolgreich betrachtet werden. Das familiäre Festival ist sich trotz des Ortswechsels treu geblieben: klein, fein und vor allem mit kostenlosem Eintritt. Dazu gab es abermals ein interessantes und ausgewogenes Line-up mit einem deutlichen Schwerpunkt auf klassischem Heavy Metal. Unsere musikalischen Highlights waren, wie bereits erwähnt, Mercury Tide und Agamendon. Aber auch die anderen Bands konnten überzeugen und keine fiel qualitativ aus dem Rahmen.

    Natürlich müssen wir über den Ortswechsel sprechen. Ein Locationwechsel kann für ein Festival schnell das Aus bedeuten – vor allem dann, wenn gleichzeitig auch die Stadt als Austragungsort gewechselt wird. Das neue Gelände hat allerdings einen riesigen Vorteil: Es ist wesentlich größer als die alte Location und liegt deutlich abgelegener. Dadurch stört man einerseits keine Anwohner und kann andererseits die Bands etwas lauter abmischen.

    Der größte Nachteil des neuen Geländes ist dafür die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist, und auf dem Hinweg war das auch alles problemlos. Für die Rückfahrt empfiehlt es sich allerdings, auf ein Taxi oder Uber zurückzugreifen. Wer mit dem eigenen Auto anreist, findet einige Parkplätze direkt vor dem Gelände. Darüber hinaus gibt es in etwa fünf Minuten Fußweg reichlich weitere Parkmöglichkeiten.

    Besonders positiv fanden wir, dass auch an die kleinen Besucher gedacht wurde. So gab es einen Spielplatz auf dem Festivalgelände und in der näheren Umgebung konnten die Kinder Schafe, Kühe und Rehe beobachten. Das ist gerade für Familien ein echter Pluspunkt.

    Auch die Preise für Speis und Trank waren völlig in Ordnung. Eine Bratwurst im Brötchen gab es beispielsweise für 4 €, Pommes für 3 € und ein 0,4-Liter-Bier kostete 5 € plus 2 € Becherpfand für den Steel-meets-Steel-Becher. Softdrinks und Radler in der 0,4-Liter-Größe waren jeweils einen Euro günstiger. Da kann man wirklich nicht meckern.

    Bezahlt wird mit Bons, wobei 1 Bon = 1 Euro entspricht. Soweit wir wissen, ist ausschließlich Barzahlung möglich. Da könnte man natürlich nachrüsten.

    Auch in Sachen Barrierefreiheit gibt es Positives zu berichten: Das Festivalgelände ist komplett barrierefrei und „weitestgehend“ asphaltiert. Lediglich der Bereich vor der Bühne bildet hier eine Ausnahme. Wir würden dennoch sagen das, dass man das Festival fast uneingeschränkt im Rollstuhl besuchen kann.

    Natürlich gibt es auch noch Verbesserungspotenzial. Ein zusätzlicher Toilettenwagen oder zumindest zwei bis drei Stehurinale wären wünschenswert. Ebenso könnte ein weiterer Ausschank oder mehr Personal am Zapfwagen für kürzere Wartezeiten sorgen. In Gesprächen mit anderen Besuchern war die Wartezeit auf das Bier tatsächlich der einzige größere Kritikpunkt an diesem ansonsten gelungenen Festivaltag.

    Abschluss Fazit: Das Steel meets Steel Festival hat den Umzug nach Waltrop nicht nur überstanden, sondern unserer Meinung nach gut gemeistert. Die familiäre Atmosphäre, der kostenlose Eintritt, ein abwechslungsreiches Line-up und die entspannte Stimmung machen das Festival zu einer echten Bereicherung für die regionale Metalszene.

    Wir kommen gerne wieder! 🤘

    Hinweis

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    Bildnachweis: Steel meets Steel – offiziele Facebook Seite, Steel meets Steel – Facebook.

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