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    Folkfield Festival Konzertbericht – Freitag 11.09.2026 – Tag 1

    By SabineSeptember 22, 2026

    Folkfield Festival 2026 – Tag 1: Regen, Piraten und ein Abend voller Emotionen

    Der erste Tag des Folkfield Festivals 2026 zeigte einmal mehr, warum sich die Veranstaltung längst einen festen Platz im Kalender vieler Mittelalter- und Folkrock-Fans erarbeitet hat.

    Zwar meinte es das Wetter nicht immer gut mit den Besuchern, doch weder Regen noch Wind konnten die Stimmung bremsen. Stattdessen wurde getanzt, geschunkelt, gesungen und gefeiert – vom ersten Act bis zum großen Finale mit Schandmaul.

    Wusstet ihr übrigens das die Gastgeber auch mit einem eigenen Whiskey vor Ort waren? Die Fessler Mühle war präsent und hat „Die Königsgarde“ vorgestellt.

    Doch zurück zum eigentlichen Festival – bereits zum Auftakt mussten sich die Bands gegen dunkle Wolken und immer wieder einsetzenden Regen behaupten. Doch das Publikum ließ sich davon nicht beeindrucken. Gerade bei Deus Vult zeigte sich schnell, dass echte Folkfield-Besucher wetterfest sind. Trotz Wind und Regen wurde mitgesungen, gefeiert und die Veröffentlichung des neuen Albums gebührend zelebriert. Die Mischung aus Powermetal-Einflüssen und Anleihen an den Klang der Neunziger traf offensichtlich genau den Geschmack der Zuschauer.

    Mit Doppelbock wurde es anschließend deutlich bodenständiger. Zwischen humorvollen Ansagen und Liedern, die den einzelnen Instrumenten gewidmet waren, bewies die Band einmal mehr ihre Nähe zum Publikum. Selbst ein lautstarkes, augenzwinkerndes „Buh“ wurde von den Zuschauern dankbar aufgenommen. Ganz nebenbei gab es bereits einen Ausblick auf das nächste Folkfield Festival, das am 4. September 2027 stattfinden soll.

    Regen? Dann wird eben getanzt!

    Mit Katerfahrt übernahm anschließend eine Band die Bühne, die offenbar beschlossen hatte, den Regen komplett zu ignorieren.

    Während über dem Amphitheater immer wieder Regenschauer hinwegzogen, verwandelte sich das Publikum in eine einzige große Tanzfläche. Ob „Team Paule“ oder „Team Andi“, die Besucher ließen sich auf sämtliche Mitmachaktionen ein. Spontan bildeten sich Line Dances, Schunkelrunden und sogar eine Polonaise quer durch die Menge.

    Besonders bemerkenswert war dabei die generationsübergreifende Stimmung. Jung und Alt feierten gemeinsam, während die Band die Menge immer wieder zu neuen Aktionen animierte. Beim legendären Piratenpogo ging es schließlich sogar auf die Knie, bevor wenige Augenblicke später erneut durch das Amphitheater getanzt wurde.

    Wer noch keinen Regenschutz dabei hatte, konnte sich übrigens direkt vor Ort mit einem Regencape für überschaubare 2,50 Euro ausstatten – eine Investition, die an diesem Tag vermutlich einige Male ihren Wert bewies.

    Wenn das Amphitheater voller wird

    Im Laufe des Abends war dann deutlich zu erkennen, warum viele Besucher ihr Tagesticket gerade für diesen Freitag gekauft hatten.

    Mit dem Auftritt von Subway To Sally füllten sich die Reihen vor der Bühne merklich. Bereits bei den ersten Takten wurde deutlich, dass die Potsdamer auch nach Jahrzehnten auf der Bühne genau wissen, wie sie ihr Publikum mitnehmen können.

    Ein erster Gänsehautmoment entstand, als das Publikum große Teile von „Eisblumen“ nahezu allein übernahm und die Melodie a cappella durch das Rund des Amphitheaters hallte.

    Die Band verstand es dabei meisterhaft, immer wieder Nähe zum Publikum zu schaffen.  Musikalisch spannte Subway To Sally einen beeindruckenden Bogen zwischen ihren Klassikern und neueren Stücken. „Minne“, „Herz in der Rinde“, „Krähenfraß“, „Henkersbraut“, „Knochenschiff“, „Das Rätsel II“ oder „Post Mortem“ sorgten dafür, dass die Stimmung stetig weiter anstieg.

    Selbst kleine Moshpits bildeten sich immer wieder vor der Bühne. Spätestens beim Folk-Party-Medley war kein Halten mehr. Die Mischung aus Humor, Mitsingmomenten und kraftvollen Songs funktionierte hervorragend und ließ die Menge bis zur Zugabe feiern.

    Als die letzten Töne verklangen, stand eine Frage im Raum:

    Kann Schandmaul diese Energie halten?

    Schandmaul feiern Heimspiel

    Die Antwort folgte schneller als erwartet.

    Schandmaul betraten die Bühne sogar etwas früher als geplant und wurden entsprechend enthusiastisch empfangen.

    Schon bei „Das Herz in der Hand“ und den ersten bekannten Zeilen von „Weder jetzt noch hier“ war klar, dass sich kaum noch jemand auf den Rängen aufhalten wollte. Die Zuschauer drängten direkt vor die Bühne, wo getanzt, gesungen und gefeiert wurde.

    Mit dem Titelsong des neuen Albums „Sternensegler“ präsentierte die Band aktuelles Material, ehe Till und Thomas das Publikum mit gewohntem Humor durch den Abend führten. Zwischen Lesebrillen-Witzen, kleinen Sticheleien und persönlichen Ansagen zeigte sich einmal mehr die besondere Chemie zwischen den beiden Sängern.

    Lieder wie „Traumtänzer“, „An der Tafelrunde“, „Königsgarde“ und „Nosferatu“ sorgten für Begeisterung. Besonders beeindruckend war dabei die Vielseitigkeit Till Hoppes, der auch bei den neueren und härteren Passagen eindrucksvoll unter Beweis stellte, welche musikalische Bandbreite inzwischen in der Band steckt.

    Der wohl emotionalste Moment folgte mit „Dein Anblick“.

    Auf Aufforderung der Band verwandelte sich das Amphitheater in ein Meer aus Lichtern. Gemeinsam sang das Publikum die letzten Zeilen a cappella weiter, ehe Till den Song langsam ausklingen ließ. Ein Moment, der für viele Besucher zu den Höhepunkten des gesamten Festivals zählen dürfte.

    Doch lange blieb es nicht ruhig.

    Mit „Narren sind bunt und nicht braun“ setzte die Band ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Toleranz, bevor das Publikum beim Trinklied erneut Teil der Show wurde. Freeze, Zeitlupe, Zombie-Gang und fremdsprachige Variationen sorgten für zahlreiche Lacher und jede Menge Bewegung.

    Ein würdiger Abschluss

    Je später der Abend wurde, desto ausgelassener wurde die Stimmung. „An beiden Enden“, „Leier“, „Knüppel aus dem Sack“ und schließlich „Walpurgisnacht“ führten den ersten Festivaltag seinem Höhepunkt entgegen.

    Als die letzten Töne verklungen waren und Nina Hagens „Du hast den Farbfilm vergessen“ aus den Lautsprechern erklang, machten sich die Besucher langsam auf den Weg hinaus.

    Zurück blieb das Gefühl eines gelungenen ersten Festivaltages: Regen, Wind und Wetter hatten keine Chance gegen die gute Laune von Bands und Publikum. Stattdessen herrschten Gemeinschaft, Musik und die Vorfreude auf den zweiten Tag des Folkfield Festivals.

    • Folkfield_DeusVult

    • Doppelbock

    • Finale

    • Katerfahrt

    • Katerfahrt_1

    • Linedancer

    • Regen

    • Rudern

    • Schandmaul

    • Schandmaul_0

    • Schandmaul_1

    • Schandmaul_2

    • Schandmaul_3

    • Schandmaul_4

    • Schandmaul_5

    • Schandmaul_6

    • SubwayToSally

    • SubwayToSally_1

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    • SubwayToSally_3

    • SubwayToSally_4

    • Whisky

    Mehr Infos

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    Bildnachweis: Folkfield.de.

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