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    Airbourne – „Airbourne“ (VÖ: 04.09.2026)

    By LuckySeptember 7, 2026

    Airbourne – „Airbourne“ (VÖ: 04.09.2026)

    Airbourne veröffentlichen ihr selbstbetiteltes sechstes Studioalbum „Airbourne“ am 04.09.2026 über Spinefarm Records. Es ist das erste Studioalbum der australischen Hard-Rock-Band seit „Boneshaker“ von 2019. Sieben Jahre sind eine lange Zeit, und die Fans mussten sich lange gedulden. Doch was lange währt, wird endlich gut?

    Insgesamt bekommen wir mit „Airbourne“ zwölf nagelneue Tracks der Australier. Aufgenommen wurde die Platte im Music Farm Studio bei Byron Bay unter Mitwirkung von Brian Howes und Toningenieur Mike Fraser. Dabei nutzte die Band das originale Neve-Mischpult aus den Alberts Studios, auf dem einst auch AC/DC ihre frühen Klassiker einspielten. Gemixt wurde das Werk von Zakk Cervini, das Mastering übernahm Ted Jensen.

    Doch wie klingt „Airbourne“? Und was hat das Album mit Lemmy Kilmister zu tun? Wir haben für euch den Moshcheck gemacht.

    Ein Brief an Gott

    Manche Geschichten erscheinen einem so sureal und doch sind sie wahr. „Egal was passiert, bleibt euch selbst treu. Mach dir keine Sorgen um den ganzen anderen Mist in der Musikindustrie. Mach Musik, die deine Roadies mögen werden. Sie haben deinen Mist mehr gehört als alle anderen. Wenn es ihnen gefällt, wird es jeder lieben.“

    Das ist ein Auszug aus einer Unterhaltung, die Bandchef Joel O’Keeffe mit Lemmy führte. Lemmy gab den damals jungen Bandchef diese Worte mit auf den Weg. Im weiteren Verlauf des Briefes an Lemmy schildert O’Keeffe den Produktionsprozess in der australischen Einöde und die Finalisierung. Ein mehr als fünfjährige Prozess bezüglich Songwriting und Produktion endet mit dem Abspielen der Stücke im Beisein der AIRBOURNE-Crew. Laut Auskunft der Band lieben die Roadies die neuen Tracks.

    Airbourne klingen auf „Airbourne“ wie Airbourne. Doch die Australier wollten nicht einfach ein Airbourne-Album machen, sondern DAS Airbourne erschaffen. Genug der Wortspiele.

    Mit Vollgas auf dem Highway to Hell

    Manchmal kann Musik so einfach sein. Ein Riff, ein Schlagzeug und ein Refrain für eine wilde Meute. Mit „Gutsy“ beginnt die Platte – ohne Intro und sämtlichen Schnickschnack. Einfach volle Pulle Hard Rock wie einst ihre Urväter von AC/DC und Rose Tattoo. Nur ohne die Blues-Einflüsse. Die Produktion ist sehr professionell und druckvoll abgemischt, jedes Instrument ist auf Anschlag eingestellt und klar erkennbar. Super Einstieg!

    Stark weiter geht es mit „Alive After Death“. Denn für mich haben wir hier schon den stärksten Song der Platte. Vor allem der Chorus holt einen nahezu sofort ab. Airbourne schaffen eine Art Vakuum zwischen altem Glanz und neuer Frische. Man möchte die Lautstärke einfach aufdrehen und abgehen.

    Auch für das Auto ist das Album ein gelungener Soundtrack, am besten bei bestem Wetter auf der Autobahn. Das Gaspedal etwas runterdrücken lässt „Here She Comes“. Allerdings zeigt sich hier auch das gute Songwriting. Ein gewisser Bryan Adams soll O’Keeffe dabei geholfen haben. Aber auch „Kid In A Candy Store“ schafft lyrische Assoziationen, die wohl jeder von uns kennt, und bleibt im Kopf hängen.

    … spielt den selben Song nochmal

    Im Mittelteil von „Airbourne“ fällt einem dann doch die gewisse Eingängigkeit der Songs auf. „Sky High“ und auch „Who Put The Rhythm In You?“ fallen zwar nicht aus dem Rahmen, bieten aber keine Überraschungen oder Innovationen. Doch die hat es bei AC/DC und Motörhead größtenteils auch nie gegeben. Denn diese Bands ordneten sich nie der breiten Masse unter, sondern konnten die Massen eben durch ihren eigenständigen Stil erobern. So wirkten diese Bands immer ehrlich, und auch das kann man Airbourne zugestehen.

    Was etwas aus dem Rahmen fällt, ist der Weihnachtssong „Christmas Bonus“. Aber als Metaller freut man sich über jedes rockige Weihnachtslied, und ich bin sicher, mit dem Song kann man die ein oder andere Weihnachtsparty befeuern. Ich hätte den Song allerdings echt ans Ende des Albums gepackt, aber das dürfte Geschmackssache sein.

    Mit „Last Man Standing“ fängt das Album einen wieder ein und lädt zum lautstarken Mitsingen ein. Generell lässt sich sagen, dass die Songs schon für ein größeres Publikum gemacht wurden, sodass das Stadion-Rock-Feeling entsteht. Und dieses Konzept geht voll auf. „Rock ‚N‘ Roll Ya“ ist das perfekte Beispiel dafür. Der Text ist so simpel und einfach, dass ihn einfach jeder mitsingen kann. Für mich klingen einige Songs stellenweise auch nach alten KISS-Platten. Das gefällt!

    Gänsehaut Ende

    Den Schlussteil des selbstbetitelten Albums leitet „Bogotá“ ein. Eine groovige Nummer mit typischer Headbang-Attitüde. Der Song kommt wieder etwas deftiger daher, macht aber, wie der Rest des Albums, einfach Spaß beim Zuhören. Das Tempo ziehen die Jungs mit „Hells Got No Vacancy“ noch einmal an. Der Song erinnerte mich stellenweise an AC/DCs „Big Gun“. Musikalisch bleibt alles beim bewährten Prinzip: Riff, Groove, Hook, Solo.

    Den absoluten Schlusspunkt setzt „Send Me To Rock ‚N‘ Roll Heaven“. Eine Hommage an alle verstorbenen Helden unserer Szene. Sofort entstand bei mir im Kopf das Bild, wie Lemmy und Ozzy mit all den Legenden im „Metal-Heaven“ Whiskey saufen und tagtäglich DIE Party geben, auf die wir hoffentlich alle am Ende unseres Weges kommen. Eine Mega-Nummer zum Abschluss. Vielleicht hätte der Weihnachtssong dieses Bild am Ende verzerrt. Daher ein toller und für mich auch emotionaler Schlussakt.

    Fazit

    Mit dem selbstbetitelten Album veröffentlichen die Australier vielleicht ihr bestes Werk. „Airbourne“ klingt nach Airbourne in Perfektion. Das Schema ist ganz klar zu erkennen: Riff, Groove, Hook, Solo. Dazu ein Refrain, den eine Arena- oder Stadion-Crowd in Sekundenschnelle mitsingen kann.

    Die Jungs transportieren in allen Songs ein positives Gesamtgefühl, und man bekommt automatisch gute Laune. Die musikalischen Vorbilder sind nicht nur hörbar, sondern werden auch in „Send Me To Rock ‚N‘ Roll Heaven“ besungen und gehuldigt. Ein weiterer Pluspunkt ist für mich „Christmas Bonus“, auch wenn er thematisch natürlich etwas aus dem Rahmen fällt.

    Wer auf Innovation gehofft hat, wird bitter enttäuscht. Denn Airbourne setzen auf ihren „eigenen“ Hard-’n‘-Heavy-Sound und machen einfach weiterhin Musik, auf die sie und ihre Roadies Bock haben. Das kann man scheiße finden oder ehrlich. Ich bin für ehrlich.

    Ich gebe 8 von 10 möglichen Punkten.

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    Bildnachweis: Metalville.

    Bildnachweis: Spinefarm Records, Sailor Entertainment .

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