ROCKHARZ 2026 Festivalbericht (Tag 1)
Juli 2026, Seit nunmehr 33 Jahren, lädt das ROCKHARZ Festival den geneigten Metaller zum Abfeiern ein. Das ROCKHARZ bietet zwei Bühnen die wechselseitig bespielt werden und dadurch kann jeder die Bands sehen, die er will, von Anfang bis Ende! Dazu faire Preise, kurze Wege und jedes Jahr einem Top-Lineup.
2026: Alice Cooper, Airbourne, Paradise Lost, Helloween, Kreator, Subway to Sally, Doro & Feuerschwanz laden als Headliner ein und bringen noch unzählige andere Bands mit, aus nahezu jedem Metal Genre!
Die Anreise am Dienstag verlief dieses Jahr fließender als letztes Jahr, die Polizei war vor Ort und stellte sicher, dass die lokale Bevölkerung gut von a nach b kam, aber auch die Rücksicht der Anreisenden selbst, und die eingehaltenen Sicherheitsabstände halfen. Die lokale Bevölkerung hat sich inzwischen auch an die einmal im Jahr einreisende Meute gewöhnt und verkaufte u.a. Bratwürste und Bier an die im Anreisestau feststeckenden.
Wir waren mit einer Gruppe dort und hatten einen „Reserved Campground“. Wo ich 2024 noch Mastschwein Andeutungen machte, war es dieses Jahr deutlich besser und das RHZ Team hat nachgebessert! Danke!
Das ROCKHARZ hat so viel zu bieten. Der Einlass ist super geregelt und die Security mega freundlich.
Einwandfrei ist die Bühnen- und Soundqualität. Man hört von nahezu überall wer gerade spielt. Top!
Allerdings muss ich im Jahr 2026 einmal hier Kritik loswerden. Die Soundmixer hatten wohl ein Doublebass Schlagzeug Faible. Insbesondere auf der Dark Stage war das Schlagzeugbass allzu oft unfassbar überpräsent. Bei Dogma habe ich es in Reihe 4 nicht ausgehalten, weil alles nur brummte. Das war leider öfter der Fall, mal mehr mal weniger.
Essens und Klamottenstände gibt es reichlich und für jeden Geschmack war etwas dabei. Für mich als Fleischfresser muss ich hier auch den veganen Burgerladen loben. Mega leckerer Burger vorm Infield!
Auch der Pressebereich war professionell geregelt und bat uns Journalisten alles, was man braucht.
Die Bühne steht, der morgendliche Regen war sanft und der Nachmittag kurz und kräftig. Ein leichtes Wacken-Schlamm-Feeling geht übers Land, aber die Stimmung ist positiv! Im Gegensatz zum letzten Jahr auch mit angenehmen Temperaturen und ohne Wüstensand, der Regen zieht vorbei und pünktlich zur 1. Band ist es wieder fast trocken.
Der Mittwoch 1. Juli startete um 15:30uhr mit HEAVYSAURUS und einer abgesperrten Moshpit Area für Kinder. Mega Geil!
Für einen Opener sehr gut besucht und das Publikum hatte viel Energie.
Ob Hits wie Pommesgabel oder aber die Unterrichtsstunde zum Metal, der Wissenswert war absolut und die anwesenden Kinder bekamen eine glorreiche Show.
Was positiv auffällt ist, dass die Organisation vom Click und Collect sich weiter verbessert hat. Die Schlangen sind kurz und es geht zügig voran. Beim Merchandise Stand hingegen, hat sich eine längere Linie gebildet – das Merch welches nicht vorab online zu sehen war, erzeugt Neugier und Interesse der Leute vor Ort.
Beim schlendern übers Infield und vor dem Eingang zeigte sich wieder einmal mehr, was alles aufgeboten wurde; natürlich sind auch der Metality e.V. als auch die lokalen Naturschutzvereine vor Ort und berichten vom Harz und seinen Vorzügen.
Was sich jedoch dieses Jahr zeigte, war das der Wind es dem Tontechniker schwer machte, es dauerte immer etwas, bis die Vocals auch wirklich vor der Bühne gut zu verstehen waren. Jedoch war über den Rest des Geländes, der Klang super und so konnte man stets beim Schlendern dem aktuellen Act lauschen. Mittendrin statt nur dabei!
Soulbound war die nächste Band die solide lieferte. Ein Mix aus Modern Metal / Metalcore / Alternative Metal. Soulbound verbinden moderne Metalcore-Riffs mit elektronischen Elementen und emotionalen, häufig deutschsprachigen Texten. Live überzeugt die Band durch viel Energie und Publikumsinteraktion und gilt als einer der spannendsten Newcomer der deutschen Szene.
Harakiri for the Sky
Das österreichische Duo kombiniert die Atmosphäre des Post-Rock mit Black Metal und melancholischen Melodien. Lange Songstrukturen, intensive Emotionen und eine dichte Klangwand prägen den Auftritt.
The Haunted
The Haunted gehören seit Ende der 1990er zu den festen Größen des schwedischen Thrash- und Melodic-Death-Metal. Sabine und ich waren nicht so angetan, sind aber auch keine Fans dieser Musikrichtung.
Ensiferum
Hier waren wir durchaus Feuer und Flamme. Hatten wir doch erst ein schönes Videointerview beim Dong Open Air mit der Band. Ensiferum verbinden finnische Folkmelodien mit melodischem Death Metal und hymnischen Chören. Ihre Konzerte leben von epischen Refrains, viel Mitmachstimmung und einer Mischung aus Härte und eingängigen Melodien.
Paradise Lost
Muss man die Band vorstellen?
Die Briten zählen zu den Begründern des Gothic Metal. Ihr Sound verbindet schwere Doom-Riffs mit melancholischen Melodien und der markanten Stimme von Nick Holmes. Live wechseln sich neuere Songs mit Klassikern aus über 35 Jahren Bandgeschichte ab. Insbesondere das Neue Album trat sehr positiv hervor!
Black Label Society
Die Band um Zakk Wylde liefert bluesigen Heavy Metal mit massiven Gitarrenriffs und ausgedehnten Soli. Fans durften sich auf virtuoses Gitarrenspiel und eine druckvolle Live-Performance freuen.
Helloween
Der Mittwoch Headliner liefert eine zweistündiges -Set. Seit der Reunion mit Michael Kiske und Kai Hansen spielt Helloween eine umfangreiche Auswahl aus allen Schaffensphasen – von den Keeper-Klassikern bis zu neueren Songs. Die Bühnenshow war Phänomenal. Riesige LED Screens leiteten durch die Songs und der Keeper hielt die ein oder andere Ansprache. Jeder Helloween Freund sollte hier Happy von dem Infield gegangen sein.
Der Tag endete mit einer 15minütigen Zugabe von Steve’n’ Seagulls und das Publikum verließ entspannt das Gelände. Ein wunderbarer erster Tag war vorbei und der nächste konnte nicht schnell genug kommen.
Der Donnerstag folgt in Kürze!
Mehr Infos
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Bildnachweis: rockharz-festival.com
Bildnachweis: rockharz-festival.com.
