ROCKHARZ 2026 Festivalbericht (Tag 2)
Juli 2026, ROCK HARZ lädt zum geilsten Festival und wie jedes Jahr, seit nunmehr 33 Jahren, lädt das ROCKHARZ Festival den geneigten Metaller zum Abfeiern ein. Das ROCKHARZ bietet zwei Bühnen die wechselseitig bespielt werden und dadurch kann jeder die Bands sehen, die er will, von Anfang bis Ende! Dazu faire Preise, kurze Wege und jedes Jahr einem Top-Lineup.
2026: Alice Cooper, Airbourne, Paradise Lost, Helloween, Kreator, Subway to Sally, Doro & Feuerschwanz laden als Headliner ein und bringen noch unzählige andere Bands mit, aus nahezu jedem Metal Genre!
Donnerstag in der Zusammenfassung der Redakteure
Der Donnerstag lockte mit Sonne, Wolken und angenehmen Temperaturen munter die ersten Metal-Fans zu Final Cry und die Habenichtse vor die Bühne.
Neugier wurde belohnt als dann die ersten Klänge von Mittel Alta mit ihrem “Mittelalter-Pöbel-Rap” und nach einem kompletten Publikumswechsel HAGANE über das Gelände zogen. Gerade die Japanerinnen lieferten eine Show, als wären sie nicht in der Mittagshitze unterwegs, sondern in den kühleren Stunden, gepaart mit einigen sehr gut gesprochenen Sätzen in Deutsch hatten sie schnell ein recht großes Publikum um sich versammelt. Ein gelungener Einstand für ihr erstes Deutschlandkonzert überhaupt!
Weiter ging es mit Stahlmann, welche als Vertreter der Neuen Deutschen Härte wieder ein anderes Publikum ansprach – und das zog sich so einfach immer weiter durch nicht nur diesen Tag, sondern das gesamte Festival – wer hier nicht seine Musik fand, hat nicht gesucht. Der spontane Wechsel im Lineup von Dominum und Hämatom wurde vom Publikum fast schon positiv aufgenommen.
Die ausgelassene Stimmung die von Alice Cooper als Mainact aufgebaut wurde, dankbarerweise mit selbst mitgebrachter Videowand für das weiter entfernt stehende Publikum und Publikumslieblingen wie Poison, No More Mister Nice Guy und Hey Stoopid brachte er das Harz zum kochen und mit den letzten beiden Songs School’s Out und einem Cover von Smells Like Teen Spirit war der Abend für die Cooper Fans perfekt!
Hämatom machten dann den Abschluss und gaben einen ersten Vorgeschmack auf ihre kommende Tour “GAGAMANIA”. Und ja, ein wenig Gaga muss man schon sein, wenn man es schaffte nach Cooper weitere 60min Hämatom durchzustehen, über Kids zu Wir haben Dorf zu Wir sind Gott zu Es regnet Bier und Remmidemmi… es war ein Energiegeladener Ausklang der das Publikum anschließend müde in die Camps zurück traben ließ.
Die Bands im Einzelnen:
Final Cry
Die deutschen Thrash-Metaller stehen seit den 1980er-Jahren für schnelles Riffing, aggressive Vocals und klassische Old-School-Einflüsse. Ihr Auftritt dürfte besonders Fans von Kreator oder frühen Destruction gefallen und verspricht einen energischen Start in den Tag.
Die Habenichtse
Die Habenichtse verbinden melodischen Punkrock mit deutschen Texten, viel Humor und gesellschaftskritischen Themen. Live lebt die Band von Mitsing-Refrains und einer lockeren Festivalstimmung.
Mittel Alta
Mittel Alta kombinieren Dudelsack, Drehleier und mittelalterliche Melodien mit modernen Metal-Riffs. Die Band setzt stark auf Bühnenatmosphäre und lädt zum Tanzen ebenso wie zum Headbangen ein.
Hagane
Die japanische Band Hagane verbindet virtuose Gitarrenarbeit, melodische Refrains und technisch anspruchsvolle Arrangements. Ihr energiegeladener Sound erinnert stellenweise an Galneryus oder Lovebites.
Stahlmann
Stahlmann stehen für harte Gitarren, elektronische Elemente und markante deutschsprachige Texte. Fans von Eisbrecher oder Rammstein werden sich hier schnell zuhause fühlen.
Sagenbringer
Sagenbringer greifen nordische und deutsche Mythen auf und verbinden sie mit melodischem Folk Metal. Mit eingängigen Refrains und traditionellen Instrumenten sorgen sie für eine epische Festivalstimmung.
Dogma
Dogma verbinden klassischen Heavy Metal mit modernem Hard Rock und einer auffälligen, mystischen Bühneninszenierung. Die Band setzt auf kraftvolle Frauenstimmen, eingängige Hooks und viel Bühnenpräsenz in lasziven Nonnenkostümen. Seit dem Mitgliederwechsel finde ich den Gesang jedoch etwas hoch.
Warmen
Die Band um Janne Wirman (ehemals Children of Bodom) bietet virtuose Keyboardpassagen, melodische Gitarren und eine Mischung aus Power- und Death-Metal. Live stehen Spielfreude und technische Klasse im Mittelpunkt.
Decapitated
Die Polen zählen zu den führenden Vertretern des technischen Death Metal. Präzise Riffs, komplexe Rhythmen und enorme Brutalität machen ihre Konzerte zu einem Highlight für Fans extremer Musik.
Betontod
Betontod gehören seit Jahren zu den beliebtesten deutschsprachigen Punkbands. Ihre Mischung aus rauer Energie, eingängigen Refrains und emotionalen Texten sorgt regelmäßig für große Mitsingmomente.
Agnostic Front
Als Pioniere des New York Hardcore stehen Agnostic Front seit Jahrzehnten für kompromisslose Härte und intensive Live-Shows. Kurze, schnelle Songs und permanente Circle Pits sind praktisch garantiert.
Dominum
Dominum verbinden hymnischen Power Metal mit Horror- und Zombie-Thematik. Ihre aufwendige Bühnenshow und eingängigen Refrains haben sie in kurzer Zeit zu einem Festivalfavoriten gemacht.
Avatar
Die Schweden sind bekannt für ihre außergewöhnliche Mischung aus Groove Metal, Melodic Death Metal und theatralischer Bühnenshow. Frontmann Johannes Eckerström begeistert mit charismatischer Performance und abwechslungsreichen Songs zwischen Härte und eingängigen Melodien.
Alice Cooper
Alice Cooper ist eine lebende Rocklegende und gilt als Erfinder des Shock Rock. Seine Shows sind weit mehr als Konzerte: Mit Guillotine, Riesenschlange, Frankenstein-Monster, Kunstblut und aufwendigen Bühneneffekten erzählt er eine makabre Horror-Show, die perfekt zum klassischen Hard Rock passt. Trotz seiner jahrzehntelangen Karriere klingt die Band live immer noch druckvoll und spielt einen Hit nach dem anderen. Leider spürichwörtlich. Lied an Lied stumpf gefühlt.
„No More Mr. Nice Guy“, „I’m Eighteen“, „Poison“, „Feed My Frankenstein“, „Hey Stoopid“, „Ballad of Dwight Fry“, „Welcome to My Nightmare“, „School’s Out“ und als Zugabe häufig „Elected“ waren natürlich alle im Set.
Hämatom (Svens Highlight am Donnerstag)
Hämatom gehören seit Jahren zu den größten deutschen Festivalbands. Musikalisch bewegen sie sich zwischen der Neuen Deutschen Härte, Groove Metal und Punk-Einflüssen. Markenzeichen sind die Masken der Bandmitglieder, eine aufwendige Bühnenshow mit Pyro und eine Mischung aus gesellschaftskritischen, humorvollen und emotionalen Texten. Live sind Hämatom für ihre enorme Energie und starke Publikumsinteraktion bekannt!
Insgesamt ist der Donnerstag der abwechslungsreichste der ersten Festivalhälfte: Vom traditionellen Thrash und Death Metal über Mittelalter- und Folk-Klänge bis zu Hardcore, Deutschpunk und der spektakulären Show von Avatar ist nahezu jede Facette des Metal vertreten.
Der Freitag folgt in Kürze!
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Bildnachweis: rockharz-festival.com
Bildnachweis: Rock Harz.
