Heavy Metal never dies!
Das Steel meets Steel Festival 2026 ist Geschichte. Am 15.08.2026 trafen sich Hunderte Metalheads in Waltrop und huldigten der lokalen Metalszene Nordrhein-Westfalens. Bei durchwachsenem Wetter feierte das Waltroper Publikum ausgelassen und friedlich. Lest hier unseren Festivalbericht, denn wir waren für euch vor Ort!
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Neue Location, Alter Geist
Nach einjähriger Abstinenz fand die nächste Ausgabe des Steel Meets Steel Festivals statt. Allerdings nicht mehr in Castrop-Rauxel, sondern diesmal in Waltrop. Mit einem neuen Konzept und einem neuen Festivalgelände ging das kleine, aber feine Festival in die nächste Runde. Dabei wurde am wichtigsten Punkt festgehalten: Umsonst und draußen!
Wir waren ab ca. 15 Uhr vor Ort, verschafften uns einen kleinen Überblick über die Gegebenheiten, und dann kam auch schon die erste musikalische Darbietung.
Demon Drowner
Demon Drowner aus Dorsten eröffneten das diesjährige Open Air. Die Band, die ihren Stil als „Fusion Metal“ definiert, konnte direkt punkten. Zum einen durch ein dynamisch gespieltes Set und zum anderen, weil die Frontsängerin Vera wirklich sehr charismatisch war.
Musikalisch bewegten sich Demon Drowner für uns irgendwo zwischen Crystal Viper und den Burning Witches. Allerdings bringt Vera auch den ein oder anderen Growl unter, was die Band von einer klassischen Heavy-Metal-Band abhebt.
Gerne mal checken!
Fairytale
Ab 16:45 Uhr standen die Heavy Metaller von Fairytale auf der Bühne. Geradliniger Heavy Metal mit einer Prise Power Metal trifft auf Mitsinghymnen und humorvolle Ansagen.
Die Band aus Euskirchen musste leider mit einsetzendem Nieselregen kämpfen. Deswegen war es vor der Bühne nicht komplett ausgelastet. Aber diejenigen Metaller, die nicht aus Zucker waren, genossen eine intensive Performance.
Freunde von Edguy, Helloween und Co. sollten sich die Pöttler mal genauer anschauen – oder besser hören!
Agamendon
Unser musikalisches Highlight war neben Mercury Tide ganz klar Agamendon. Deutscher Oldschool-Death-Metal der Marke: Nackenbrecher!
Die älteste Band im Line-up – oder sagen wir besser: die erfahrenste Band – existiert bereits seit dem Jahr 2000. Aber auch nach 26 Jahren hatte die Oldschool-Perle Bock wie Bolle. Vor der Bühne wurde es deutlich voller und auch ein kleiner Mini-Moshpit bildete sich rasch.
Besonders auffallend war die positive Chemie der Bandmitglieder. Außerdem befand sich im Publikum viel Metal-Nachwuchs. Für viele Kinder vermutlich also die erste Berührung mit härterer Musik. Unserer Meinung nach hatten die Kiddys alle Spaß. Außerdem wurde jedes Kind mit Mickey-Mouse-Kopfhörern bzw. Ohrstöpseln ausgestattet. Mega vorbildlich!
Zu unserer Schande war es die erste Show von Agamendon für uns, aber bestimmt nicht die letzte.
Mercury Tide
Der vermeintliche interne Headliner folgte zugleich, denn mit Mercury Tide erlebten die Besucher eine kompakte Melodic-Heavy-Metal-Show. Dabei hatte Sänger und (auch) Frontmann von Angel Dust, Dirk Thurisch, einen Sahnetag. Denn für unsere Begriffe traf er jeden Ton perfekt und konnte wirklich von sich überzeugen.
Auch die anderen Bandmitglieder konnten mit absoluter Spielfreude punkten. Die Musik von Mercury Tide schwimmt im gleichen Fahrwasser wie eben Angel Dust, Gamma Ray, alte Running-Wild-Platten und Avantasia. Jedoch steht nicht der Power Metal im Fokus, sondern eher der Melodic Metal.
Auch Petrus hatte Erbarmen, denn der Nieselregen löste sich mittlerweile komplett auf und die Sonne kam noch einmal etwas heraus.
Besonders empfehlen können wir euch das aktuelle Album von Mercury Tide: „Walls of Confusion“ aus dem Jahr 2025. Daraus wurden auch die meisten Songs vor Ort performt und vor allem „Crimson“ hat es uns richtig angetan. Guter Ohrwurm!
Khepra
Der diesjährige Headliner war die einzige internationale Band im diesjährigen Line-up: Khepra. Die Band kommt aus Istanbul und spielte einen soliden Mix aus Black- und Death-Metal. Passend dazu traten die Musiker mit leichtem Corpsepaint auf und verbanden wuchtige Riffs mit dezenten Folk-Einflüssen.
Für uns war Khepra im Vorfeld die spannendste Band im diesjährigen Line-up, jedoch konnten sie uns nicht ganz überzeugen. Denn Khepra würden wir eher im Melodic Death Metal ansiedeln. Hier und da kamen zwar Black-Metal-Vibes auf, auf die typischen Blastbeats und den krächzenden Gesang warteten wir jedoch vergeblich.
Auch das Publikum verhielt sich größtenteils eher verhalten, während einige wenige Metalheads voll abgingen. Khepra selbst kann man keinen Vorwurf machen. Die Band gab von Anfang an Vollgas, wirkte aber hier und da auch stellenweise etwas unbeholfen.
Dennoch empfehlen wir Khepra, besonders für die Melo-Deather unter uns.
Fazit
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Bildnachweis: Steel meets Steel – offiziele Facebook Seite, Steel meets Steel – Facebook.
