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    The Amity Affliction – „House of Cards“ (Vö: 24.04.2026)

    By LuckyApril 26, 2026

    The Amity Affliction – „House of Cards“ (Vö: 24.04.2026)

    Da ist es: das lang erwartete neue Album der Post-Hardcorer von The Amity Affliction.
    Das Album, das am 24.04.2026 über Pure Noise Records erschienen ist, präsentiert die Australier in ihrer kompletten Bandbreite – von zart bis hart.

    Dabei greifen sie emotionale Themen wie die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern auf, aber auch gesellschaftliche Aspekte wie den heutigen Frust im Internet.

    Können The Amity Affliction mit Album Nummer neun abliefern? Oder reiht sich dieses Werk in den Metalcore-/Post-Hardcore-Einheitsbrei ein?
    Wir haben für euch den Moshcheck gemacht.

    Das zerrbrechliche Kartenhaus

    Mit „Vida Nueva“ startet der neue Langspieler. Ein klassisches Intro, das vollkommen auf Atmosphäre setzt und die Spannung kontinuierlich steigert. Das gelingt wirklich gut – auch der Übergang zum ersten richtigen Track „Kickboxer“ klingt tadellos.

    Eben jener Song ballert direkt durch die Anlage. Er weist ein hohes Tempo auf und geht ordentlich nach vorne. Vor allem live dürfte der Track bestens funktionieren. Ein starker Einstieg.

    Dann folgt mit „House of Cards“ der Titelsong der Scheibe. Die Arrangements und die stimmliche Dualität, die zur DNA von The Amity Affliction gehören, unterstreichen Joel Birchs charakteristische Mischung aus intensiven und offenen Texten und festigen den Status der Band als eine der dynamischsten Gruppen der Heavy-Musik. Der Song, der anfangs eher poppig daherkommt, entwickelt sich nach und nach zu einem deutlich härteren Stück. Die Mischung aus harschen Shouts und gefühlvollem Klargesang ist dabei genau richtig gewählt und macht richtig Laune.

    Mit „Heaven Sent“ folgt ein weiterer sehr persönlicher Song. Dieses Mal geht es um die Beziehung zwischen Vater und Sohn – beziehungsweise zwischen Stiefvater und Sohn. Birchs emotionales Songwriting, das sich durch das gesamte Album zieht, ist stark von Momenten des Kampfes und der Überwindung geprägt. Der Track geht unter die Haut, denn viele dürften eigene schwierige Erinnerungen aus der Jugend damit verbinden.

    Mit „Bleed“ folgt anschließend wieder ein echter Banger. Inhaltlich dreht sich der Song um den heutigen Frust im Internet – ein Thema, mit dem sich viele identifizieren können. Musikalisch bewegt sich „Bleed“ in einem ähnlichen Fahrwasser wie „Kickboxer“: hohes Tempo, starke Hardcore-Nuancen und kraftvolle Vocals. Beide Songs besitzen ordentliches Ohrwurm-Potenzial, sodass ich so weit gehen würde zu sagen, dass es sich hierbei um die stärksten Tracks der Platte handelt – neben dem finalen Song.

    Doch auch der Rest des Albums weiß zu überzeugen.

    Australier mit viel Herz

    Es folgt „Break These Chains“. Hier merkt man bereits, dass das Album wie aus einem Guss wirkt. Der Song bietet erneut sehr bewegende Textzeilen. Joel Birchs melancholische Lyrics und der Wunsch, die Ketten des Leids zu durchbrechen, sprechen meinem jüngeren Ich wahrlich aus der Seele.

    Nun folgt jedoch der erste echte Kritikpunkt: „Beso De La Muerte“ ist ein instrumentales Stück – was grundsätzlich nicht weiter schlimm wäre. Mit knapp drei Minuten Spielzeit ist es jedoch schlicht zu lang geraten und streckt das Album unnötig. In meinen Augen hätte man den Track entweder komplett streichen oder zumindest stark kürzen und Teile davon direkt als Übergang in den folgenden Song „Swan Dive“ integrieren können.

    Eben jener Track überzeugt mit einer sehr eingängigen Melodie und gehört vermutlich zu den zugänglichsten Songs von „House of Cards“. Der Song hat definitiv das Potenzial, seinen Weg ins kommende Liveset zu finden. Vor allem der Chorus lädt zum Mitsingen ein, während die aufeinanderfolgenden Breakdowns gegen Ende für ordentlich Druck im Pit sorgen werden.

    Gegen Ende des neunten Albums bleiben große Überraschungen allerdings aus. Ob „Afterlife“ oder „Reap What You Sow“ – man würde sich in der Beschreibung schnell wiederholen: ein starker Mix aus Hardcore und Metalcore, kombiniert mit emotionalen Lyrics. Schnell könnte man der Band vorwerfen: „Kennst du einen Song, kennst du sie alle.“ In gewisser Weise ist da auch etwas dran. Doch die Texte und die emotionale Ambivalenz reißen es für mich letztlich wieder heraus. The Amity Affliction erfinden das Rad nicht neu – aber sie wissen genau, wie sie ihre Stärken ausspielen. Und vor allem: Die Songs machen durchweg Spaß! Kein einziger Track lädt zum Skippen ein – was bei früheren Amity-Alben durchaus anders war.

    Das Finale bildet schließlich „Eternal War“ – und das hat es in sich. Vielleicht handelt es sich hier sogar um den härtesten Song der Band. Auf Clean-Gesang wird komplett verzichtet, während Schlagzeuger Joe Longobardi alle Hände voll zu tun hat. Mehrere Tempo- und Riffwechsel sorgen für zusätzliche Dynamik. Der Track sticht dadurch noch einmal deutlich hervor und zeigt die Band in Höchstform. Ein besonderer Moment ist der eingespielte Sample „There is no God. Satan killed him“.

    Mit „Eternal War“ haben sich The Amity Affliction definitiv das Highlight für den Schluss aufgehoben. Der Song bündelt noch einmal das gesamte Potenzial der Band. Nach rund 40 Minuten endet dann dieser wilde Ritt.

    Anspiel Tipps : „House of Cards“ , „Swan Dive“ & „Eternal War“

    Fazit

    Mit „House of Cards“ gehen The Amity Affliction den nächsten Schritt. Album Nummer neun könnte tatsächlich das bisher beste Werk der Australier sein. Vor allem die Ambivalenz der einzelnen Songs sowie die starken Lyrics von Sänger Joel Birch stechen hier deutlich hervor, sodass das Album für mich nicht im Einheitsbrei versinkt.

    Auch produktionstechnisch gibt es nichts zu beanstanden – das Album klingt durchweg druckvoll und hochwertig. Das Cover-Artwork weiß auch zu überzeugen. Musikalisch erfindet die Band das Rad zwar nicht neu, bewegt sich aber souverän zwischen Hardcore und Metalcore und liefert dabei genau die richtige Mischung aus Härte und Melodie.

    So sind für mich echte Ohrwürmer wie „Kickboxer“ oder „Eternal War“ entstanden. Gleichzeitig ist die Weiterentwicklung der Jungs aus Gympie klar spürbar – ein Vergleich mit den letzten drei Alben reicht hier völlig aus.

    Über die Länge der beiden Intros lässt sich sicherlich streiten. Ich für meinen Teil bin mit dem Gesamtpaket aber sehr zufrieden.

    Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

     

    Cover & Tracklist

    1. Vida Nueva
    2. Kickboxer
    3. House Of Cards
    4. Heaven Sent
    5. Bleed
    6. Break These Chains
    7. Beso De La Muerte
    8. Swan Dive
    9. Speaking In Tongues
    10. Afterlife
    11. Reap What You Sow
    12. Eternal War

    Mehr Infos

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    Bildnachweis: KINDA , KINDA, KINDA.

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