Thrown – Albumankündigung für „Unwanted“
Die schwedische Nu-Metalcore-Band thrown hat für den 6. November 2026 ihre neue Platte angekündigt. Das neue Werk wird auf den Namen „Unwanted“ hören und erscheint über Arising Empire Records. Es ist das zweite vollwertige Studioalbum und der Nachfolger des durchaus überzeugenden Debüts „Excessive Guilt“ aus dem Jahr 2024.
thrown sind eine dieser Bands, die das Prädikat „Abrissbirne“ verdient haben. Die Musik klingt modern und bietet vor allem etwas für Fans des gepflegten Hardcore mit Nu-Metal- und Metalcore-Anleihen. Darüber hinaus ist die Band ab November in Europa unterwegs.
Wir haben für euch wie gewohnt alle bisherigen Infos zum neuen Werk und der dazugehörigen Tour zusammengefasst.
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↑ Die Band der Stude? Thrown im jahre 2026 ↑
Die Schweden hauen auf den Putz
Die noch junge Band thrown ist ein Kraftpaket der besonderen Art. Ihre harte und kompromisslose Musik wird von den Fans gefeiert, weil thrown in dem, was sie tun, gnadenlos sind. Das wirkt authentisch und so wirken auch die Lyrics.
2024 erschien mit „Excessive Guilt“ ein Debütalbum, das nicht nach einem Debüt klang, sondern nach einer gestandenen Band. Die Schweden fanden aber erst 2019 zusammen. In den folgenden Jahren kämpften sie, wie wir alle, gegen die Pandemie, sodass die Band erst 2021 richtig in Fahrt kam.
Sie veröffentlichten 2022 die „rohe“ EP „Extended Pain“. In knapp zwölf Minuten stampften sie alles in Grund und Boden. Nebenbei wurden sie für diverse Festivals in Europa gebucht, unter anderem für die beiden Impericon Festivals in Leipzig und Oberhausen. Dazu kam es allerdings aufgrund der Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie nicht.
2023 war es dann so weit und thrown konnten endlich von der Leine gelassen werden. Im Zuge des Impericon Festivals Oberhausen 2023 durfte ich Zeuge von der Schlagkraft dieser Band werden und was soll ich sagen: Sie haben mich umgeballert.
Diese aggressive Spielweise und der Mix aus Nu-Metal, Hardcore und Metalcore hoben sie vom Line-up hervor und ich wusste schon damals, dass diese Band eine glorreiche Zukunft haben wird. Sie haben diese „Pissigkeit“ in sich und einige Leute verorten sie auch als „Pissedcore“-Band. Dies wird ihnen aber nicht gerecht, denn die Musik von thrown bietet viel mehr.
2024 kam dann das Debütalbum „Excessive Guilt“, auf dem die Schweden sich nicht nur steigerten, sondern ihren Stil auch weiter ausbauten. Vor allem die für die Szene typischen Breakdowns schienen nicht von dieser Welt.
„Excessive Guilt“ ist weniger ein Album, das sich langsam entfaltet, als ein konzentrierter Schlag in die Magengrube. Die Schweden verzichten weitgehend auf unnötige Längen und setzen stattdessen auf wuchtige Gitarren, drückende Grooves, brachiale Breakdowns und Marcus Lundqvists markante Shouts. Gerade diese Konsequenz macht das Debüt so wirkungsvoll: Die Songs kommen schnell auf den Punkt und lassen kaum Zeit zum Durchatmen.
Besonders spannend ist dabei, dass thrown ihren Hardcore nicht einfach nur möglichst brutal präsentieren. Elektronische Elemente, Nu-Metal-Einflüsse sowie Trap- und Phonk-Anleihen geben dem Sound eine moderne, fast schon industrielle Note. Tracks wie „On The Verge“, „Nights“, „Dislike“ oder „Bloodsucker“ zeigen, wie gut diese Mischung funktionieren kann.
Natürlich ist die kurze Spielzeit von gerade einmal 21 Minuten zugleich Fluch und Segen. Manche Ideen werden eher angerissen als wirklich ausgebaut, und über die gesamte Distanz kann sich das kompromisslose Rezept gelegentlich etwas ähneln. Gerade deshalb funktioniert „Excessive Guilt“ aber hervorragend als intensiver, adrenalinhaltiger Happen, den man problemlos direkt noch einmal hören möchte.
Sturm und Drang
Zwei Jahre nach dem besagten Debüt erreicht die Musikindustrie und vor allem die Fans der nächste Schlag. Mit „Unwanted“ erscheint im November neues Futter. Bereits im April diesen Jahres erschien mit „split“ die erste Single des neuen Werks.
„split“ machte deutlich, dass die Schweden nichts von ihrer kompromisslosen Direktheit verloren haben. „rehearsed“ wirkt emotionaler und persönlicher, während „critic“ wieder die aggressive, konfrontative Seite der Band nach vorne stellt. Mit dem jüngsten „unwanted“ kommt nun ein Track hinzu, der besonders stark auf Groove, einen einprägsamen Refrain und einen wuchtigen Breakdown setzt.
Das Bemerkenswerte ist dabei die Selbstsicherheit, mit der thrown ihren eingeschlagenen Weg weitergehen. Die Songs sind nach wie vor kurz, gnadenlos effektiv und auf maximale Wirkung ausgelegt. Gleichzeitig wirkt das neue Material nicht wie ein bloßer Aufguss von „Excessive Guilt“. Die Produktion klingt noch größer, die Grooves noch ausgeprägter und die Songs scheinen stärker darauf ausgerichtet zu sein, sich unmittelbar im Kopf festzusetzen.
Gerade „unwanted“ zeigt, dass thrown inzwischen sehr genau wissen, wie sie Brutalität und Eingängigkeit miteinander verbinden können. Massive Riffs treffen auf einen Refrain, der fast schon hymnisch wirkt, ohne dass die Band dafür ihre Härte opfern müsste. Natürlich bleibt abzuwarten, ob diese Formel über ein komplettes Album hinweg genügend Abwechslung bietet. Die bisher veröffentlichten Songs lassen allerdings vermuten, dass „UNWANTED“ weniger ein radikaler Neuanfang als der nächste konsequente Schritt sein wird.
Und genau darin liegt für mich die größte Stärke der neuen thrown-Singles. Sie müssen niemandem mehr beweisen, dass sie brutal klingen können. Stattdessen perfektionieren sie ihren eigenen Stil.
Ich für meinen Teil freue mich wie Bolle auf die neue Platte.
Cover und Tracklist
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1. critic
2. don’t be fooled
3. unwanted
4. rehearsed
5. doing great
6. type of way
7. off
8. split
9. hard times
10. bare minimum
11. subpa
Europa Tour 2026
Wer die Band noch nicht kennt bzw. sie noch nicht live gesehen hat, der hat ab Ende November die Möglichkeit, dies nachzuholen. Als Support sind HEAVENSGATE, NO CURE und COUNTERPARTS dabei.
27.11.2026 I Fållan, Johanneshov I Stockholms län, SE
30.11.2026 I HUXLEY’S NEUE WELT I Berlin, DE
01.12.2026 I Raiffeisen Halle im Gasometer I Wien, AT
03.12.2026 I TonHalle München I München, DE
04.12.2026 I Schlachthof Wiesbaden I Wiesbaden, DE
05.12.2026 I Palladium Köln I Köln, DE
06.12.2026 I Elysee Montmartre I Paris, FR
08.12.2026 I Poppodium 013, Tilburg I NL
09.12.2026 I Trix I Antwerpen, BE
11.12.2026 I Manchester Academy I Manchester, GB
12.12.2026 I O2 Academy I Glasgow, GB
13.12.2026 I Troxy I London, Vereinigte Staaten
Tickets gibt es wie gewohnt bei allen etablierten Ticketseiten. Schlagt zu, denn es wird sich lohnen!
Aufgepasst!
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Bildnachweis: Arising Empire, Arising Empire, Arising Empire.
