Nord Open Air 2018 – 27.07.2018 Tag 1 Bericht

Nord Open Air 2018 – 27.07.2018 Tag 1 Bericht

Juli 28, 2018 Aus Von Kjo

Nord Open Air 2018 – 27.07.2018 Tag 1 Bericht

Moshpit Passion begrüßt euch liebe Leser zu dem Nord Open Air 2018 Festivalbericht von Tag 1. Die Chefredaktion vertreten durch Kjo (bekannt durch die Festivalberichte und Beiträge aus den Vorjahren über metal-heads.de) persönlich nahm sich für das Mini-Wacken in Essen Zeit, um neben dem Bericht auch Bilder von den Bands zu liefern.

Auch 2018 konnten die Veranstalter vom NOA ein namhaftes Billing präsentieren. Alleine der Freitag zeigte mit den Hochkarätern Hatebreed, Terrorgruppe und DRI Bands, deren Platten auch in unseren persönlichen LP–Sammlungen wiedergefunden werden können. Die Vorfreude war daher also riesig!

Das Warten hat ein Ende und selbst Petrus teilte seine Freude

356 Tage waren wieder vorbei und das Warten hatte endlich ein Ende. Das Nord Open Air startete. Selbst Petrus zeigte seine Freude und beglückte die Besucher mit viel Sonne. Ideale Voraussetzungen also für ein weiteres sehr erfolgreiches Festivaljahr.

NOA Start mit The Narrator

Ja, auch die kleinen lokalen Bands dürfen nicht fehlen. The Narrator aus Essen gründeten sich 2016 und veröffentlichten 2017 mit “F.A.I.R.” das erste Lebenszeichen. Mit der Videosingle “Agony” hat man gleich auch den passenden Band-Hit, um sich von der Masse abzuheben (ohne Witz, checkt den Song aus!). Wer sich in der Essener Musikszene auskennt, erkennt einige bekannte Gesichter wieder. Deutlich gereift und mit mehr Erfahrung vereinen die Mitglieder ihren Sound im Metalcore, was Live ordentlich knallt. Das Zusammenspiel aus Shouting und Clean– Gesang wirkte zwischen Fabi und Tom sehr harmonisch. Wer die Ruhrpott-Antwort auf Parkway Drive und Evergreen Terrace sucht, wird hier fündig!


Don´t beat the Irish folks from Canada: The Mahones

Der Irish-Folk-Anteil kam letztes Jahr im Vergleich zu 2016 etwas zu kurz. Das wurde aber dieses Jahr mit den “The Mahones” korrigiert. Die Jungs aus Kanada gründeten sich in den 1990er Jahren und spielen einen wilden Mix aus Irish Folk, Punkrock und Rock. Diese bunte Mischung kam in der Vergangenheit bei dem Publikum sehr gut an und man bewies auch dieses Jahr ein glückliches Händchen bei der Bandauswahl. Gründungsmitglieder Finny McConnell freute sich trotz der frühen Spielzeit am sehr warmen Nachmittag über die Gäste. Hier und da konnte man sogar Die-Hard-Fans sehen, die kräftig ihre Helden supporteten. Natürlich durften Songs aus den hochgelobten Alben „The Hunger & The Figh 1&2“ und die Klassiker aus der „Clear The Way“ sowie „Draggin’ the Days“ nicht fehlen. Zur Freude des Tages verkündete die Band, dass im Herbst ein neues Album erscheint. Wir sind gespannt!


Auf Abschiedstour: A Traitor Like Judas

Als die Band im Januar 2018 verkündete sich aufzulösen, war die Enttäuschung bei sehr vielen Fans groß. Auf der anderen Seite, haben sich die Anzeichen dafür in den letzten Jahren verdichtet, da seit 2013 kein neues Album erschienen war. Schade, dass eine der ersten gegründeten Metalcore-Bands aus Deutschland bye-bye sagt. Doch für sentimentale Momente war auf dem NOA kein Platz! Die Kapelle aus Braunschweig zog von Anfang an alle Register und haute einen Band-Hit nach dem anderen raus. Fast jede Veröffentlichung aus den 18 Jahren wurde in das 40-Minuten Set gepackt, um sämtliche Muskulaturen für den Headliner aufzuwärmen. Jungs! Ich hoffe euch in Zukunft wiederzusehen!


Vollgas mit den V8 Wankers

Die Band, die einst für ihre Vollkörpertätowierungen bekannt war, durfte auch dieses Jahr nicht fehlen. Natürlich am Start, die neue Platte „Full Pull Baby!“ welches vor wenigen Monaten erschienen ist. Der neue Silberling kommt aktuell so gut bei den Fans an, dass ein Großteil der Songs sich in der Setlist wiederfand. Neben den neuen Songs durften natürlich die Klassiker nicht fehlen. Die Besucher wurden stolze 50-Minuten mit High Speed Rock’n’Roll der extra Klasse verwöhnt. Der Moshpit wurde ordentlich angewärmt, was mit Applaus und „Zugabe“-Rufen gehuldigt wurde.


German Hardcore Legends in Essen: Ryker´s

Die Hardcore-Truppe aus Kassel legten in den 50-Minuten eine MEGA Show hin. Der gut gefüllte Viehoferplatz hatte trotz den hohen Temperaturen mächtig Lust auf Bewegung. Trotz der vielen Personalwechsel in den letzten Jahren, sind die Jungs eine Wucht. Die zwei aktuellen Alben „Hard To The Core“ von 2014 und „Never Meant To Last” von 2015 beweisen ein starkes Comeback nach 14! Jahren. Teile der Band sind befreundet mit der Kapelle Eyes of Tomorrow aus Duisburg, die man für dieses Jahr auch noch auf der Rechnung haben sollte! Doch zurück zu den Ryker`s! Frontmann Dennis und seine Band verstanden es mit dem Publikum zu kommunizieren und das Tempo von den V8 Wankers anzuheben. Wow, was für eine Energie. Hoffentlich wird die neue Platte den Spirit einer Live-Show übertragen.


Housten? Wir haben ein Problem! D.R.I. reißen die Bude ab

D.R.I.die Hardcore-Väter aus Housten, Texas lassen sich nach langer Zeit wieder mal blicken. Bis auf die Gründungsmitglieder Kurt Brecht und Spike Cassidy tourt die Band mit dem hohen Verschleiß an Bandmitglieder aktuell durch Europa. Wer denkt eine Band, die 36 Jahre alt ist, zieht keine Fans an und hat den Bewegungsradius von einem Kühlschrank, der hat falsch gedacht. Viele Besucher haben auf den Hardcore-Dino gewartet und tobten sich im Pit aus. Schade, dass das letzte Release von 1995 ist und man in den letzten 23 Jahren nichts Neues veröffentlicht hat.


Doktor Doktor der Befund, diese Band ist gesund: Terrorgruppe

Ach, was freute sich die Chefredaktion bei der Bekanntgabe dieser Band. Viele junge Ü25 werden die Berliner nicht kennen und wenn, dann nur vom hören sagen. Doch ja! Sie sind seit 2016 mit dem Album „Tiergarten“ zurück und regelmäßig unterwegs, die Terrorgruppe. Ich verkneife mir jetzt Vergleiche, wie so ernst wie die Toten Hosen und so lustig wie die Ärzte, aber ja! Diese Band spielt in derselben Liga. Mit 60-Minuten Spielzeit ausgestattet zockten Archi MC Motherfucker, Johnny Bottrop, Zip Schlitzer, Kid Katze, und Eros Razorblade einen sauberen Stiefel. Sehr interessant sah das Backdrop der Jungs aus, welches das Cover zu „Tiergarten“ zierte. Daraus zu sehen das berühmte „Affen-Selfie“ eines Macaca Nigra. Durch einen Rechtsstreit, der sich seit Jahren zieht über die Urheberrechte kann es sein, dass „Tiergarten“ irgendwann zensiert wird. Fans und Sammler sollten sich daher schnell eine Kopie sichern, denn man weiß ja nie.


Hatebreed reihen sich in die Top 3 Headliner des NOA ein

Der Viefhoferplatz war um kurz vor 22 Uhr voll ausgelastet. Die Meute schrie und verlangte nach Jamey und seinen Jungs. Hatebreed, Hatebreed, Hatebreed hallte es durch die Innenstadt von Essen. Dann war es soweit und es folgte ein Donnerhagel aus brutalen Hits, alten Klassikern und neuen Hammern. Band und Besucher vereinten sich zu einer Abrisskugel und ließen mächtig Dampf ab. Wahnsinn, was für Songs die Band auf Lager hat. „To the Threshold“, „Destroy Everything“, „I Will Be Heard“ und und und. Der Auftritt von Skindred galt bis Dato als NOA Highlight, doch Hatebreed wackelten ordentlich an diesem Thron.


Bildnachweis: KJO | www.moshpitpassion.de.