Gelsen Metal Attack Festival 2026
Am 07.03.2026 fand zum ersten Mal das Gelsen Metal Attack Festival, natürlich in Gelsenkirchen, statt. In der geschichtsträchtigen Kaue gab sich der Ruhrgebiets – Thrash/Death – Metal ein Stelldichein: Corporal Shred, The Voids Embrace, Old Ruins, Smorrah und eigentlich Darkness sollten für Furore sorgen.
Bedrückende Stimmung, unbändiger Spaß
Die etwa zu 3/4 gefüllte Venue erlebte ein Abend zwischen bedrückender Stimmung und unbändigem Spaß. Dem Metal wurde gefröhnt, überschwenglich, trotzig und voller Kraft. Nur einen Tag vor dem Festival verstarb völlig überraschend der langjährige Bassist Benjamin „Ben“ Biller von Darkness. Stand das Festival zunächst kurz auf der Kippe, haben Gespräche zwischen Darkness und den Veranstaltern dafür gesorgt, dass es doch stattfinden soll. Es wäre in Bens Sinne gewesen. Teutonic Slaughter sprangen in die Bresche und vervollständigte das Line Up. Tip Top organisiert präsentierte sich das Festival als Klassentreffen der Metal – Gemeinde des Ruhrgebiets. Beinahe jeder kannte jeden, es wurde neben der Musik viel gequatscht, gelacht und gemeinsam gefeiert.
Corporal Shred, The Voids Embrace, Old Ruins
Corporal Shred eröffnete den Reigen und machten ihrem Namen alle Ehre: Es wurde geshredded bis der Arzt kommt! Schon zu Beginn war die Halle gut gefüllt und feierte die Essener Thrash Granate ab. Mit insgesamt zwei Alben im Gepäck (der aktuelle Longplayer aus 2024 trägt den amüsanten Namen „Thrashtosteron“) ballerten sich die Jungs in die Herzen des Publikums. Klasse Start in den Abend!
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The Voids Embrace kamen dann deutlich black-deathiger daher, Sänger Andreas Gerhard leerte das Publikum mit seiner wuchtigen, brutalen Stimme und seinem durchdringenden Blick das fürchten. Auch hier wurden wieder keine Gefangenen genommen. Ohne Verschnaufpause ballerten sich die Gelsenkirchener durch ihre Setlist. Diese bestand im Wesentlichen aus dem bisher einzigen Album der Band, „Dawn of a Stillborn Sun“.
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Old Ruins traten ganz leicht auf die Bremse, der melodisch angehauchte Death-Thrash gönnte den Besuchern ein wenig Verschnaufpause. Leider haben technische Probleme dafür gesorgt, dass der Auftritt nicht ganz rund lief, die Gelsenkirchener machten aber das Beste daraus! Geiler Gesang und abwechslungsreiche Songs sorgten dafür, dass auch dieser Auftritt vom Publikum derbe abgefeiert wurde. In die Setlist schlichen sich mehrere Songs des bald erscheinenden neuen Albums und fügten sich rund ein. Da steigt die Vorfreude auf den neuen Output umso mehr!
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Smorrah und Teutonic Slaughter
Smorrah brachten im Anschluss die Halle zum Kochen! Die Band war ganz klar der Fan – Liebling des Abends. Moshpits, Crowdsurfing, frenetisches Abfeiern… Das war noch mal eine ganz andere Liga als bei den vorherigen Bands! Musikalisch prügelten sich die Gelsenkirchener ziemlich einheitlich durch ein einfaches Thrash-Gerüst ohne Ecken und Kanten. Für mich nicht unbeding das Highlight des Abends, aber eine überwiegende Anzahl im Publikum sah das anscheinend anders! 2017 gegründet, hat die Band nach eingien EPs im Jahr 2024 ihr erstes full – lenght Album „Welcome to your nightmare“ veröffentlicht. Seit Anfang 2026 ist der Bass überaus prominent mit Speesy (Ex-Kreator, Bonded) besetzt!
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Der Headliner des Abends wusste erst einen Tag vorher, dass er Headliner sein wird. Teutonic Slaughter versuchten die riesige Lücke zu füllen, die Darkness im Line Up gerissen hat. Leider nur noch von etwa der Hälfte des Publikums verfolgt, knallten Sie ein wundervolles Set heraus, dass jedes Thrash-Herz höher schlagen ließ. Warum so viele bereits gegangen waren, ist mir ein Rätsel. Teutonic Slaughter haben das auf jeden Fall nicht verdient. Die Setlist hat ein Hauptaugenmerk auf das überaus starke aktuelle Album „Cheap Food“ gelegt. Für mich waren Teutonic Slaughter, knapp gefolgt von Old Ruins, das Highlight des Abends!
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Fazit zum Gelsen Metal Attack
Das Festival hat richtig Bock gemacht! Natürlich wäre es ein Anderes gewesen, wenn Darkness den Headliner-Slot gespielt hätten und der tragische Vorfall nicht das Festival überschattet hätte. Trotzdem war es eine Runde Sache mit fünf gierigen Bands, die den Zuschauern so richtig das Gehirn aus dem Schädel geballert haben!
