Annie Taylor – „Out of Style“ (VÖ: 22.05.2026)
In „Out of Scale“ spürt man von der ersten Sekunde an, wie sehr die Band lebt und fühlt. Die Mischung aus wütendem Grunge und hypnotischen Psychedelic-Momenten lässt das Herz schneller schlagen. Mal reißt einen die pure Rage mit, mal versinkt man in endlosen, tranceartigen Klanglandschaften. Gini Jungis Stimme trägt all diese Gefühle – mal kraftvoll und fordernd, mal zerbrechlich und nah. Die Songs erzählen von chaotischen Beziehungen, von großen Träumen, die einen nachts wachhalten, und von dem inneren Kampf, inmitten des Alltags nicht den Verstand zu verlieren.
Man hört deutlich, dass „Out of Scale“ zwischen Touren durch die USA und Europa entstanden ist. Diese ständige Bewegung hat der Platte eine lebendige, fast fiebrige Intensität verliehen. Jeder Übergang zwischen den Tracks fühlt sich organisch an, als würde man gemeinsam mit der Band durch ein emotionales Wechselbad tauchen. Es ist keine Platte zum Nebenbei-Hören – sie verlangt Aufmerksamkeit und belohnt sie mit tiefer Berührung.
Besondere Momente, die berühren
Songs wie „Something Ain’t Right“ fangen dieses quälende Gefühl ein, wenn äußerlich alles perfekt scheint, innerlich aber alles schreit. Die Spannung baut sich auf und entlädt sich auf eine Art, die Gänsehaut erzeugt. „Lucidity“ dagegen versprüht pure Lebenslust – melodische Gitarren, treibende Drums und Gini Jungis einzigartige Stimme laden ein zu langen Nächten, spontanen Abenteuern und dem Gefühl, endlich klar zu sehen.
Weitere Tracks wie „The Ocean“, „Fire“ oder „Alligator“ verstärken diese emotionale Achterbahnfahrt. Mal tobt die Band mit voller Kraft, mal zieht sie sich zurück und lässt Raum für nachdenkliche, fast intime Momente. Diese Vielschichtigkeit macht „Out of Scale“ zu einem Album, das man immer wieder neu entdeckt.
Cover & Tracklist
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Tracklist:
- Alligator
- Something Ain’t Right
- Lucidity
- Fire
- That City
- The Cure
- Overload
- The Ocean
- Silence
- What Do You Have to Sell?
- Places
Fazit: Ein Album, das bleibt
„Out of Scale“ ist mehr als nur ein gutes Rock-Album. Es ist ein intensives, ehrliches und zutiefst menschliches Werk, das einen mitnimmt, durchschüttelt und am Ende bereichert zurücklässt. Annie Taylor zeigen hier ihre ganze Bandbreite und beweisen, warum sie zu den aufregendsten Indie-Rock-Acts im deutschsprachigen Raum gehören. Wer echte Emotionen, musikalische Wucht und authentische Geschichten sucht, sollte dieses Album unbedingt hören. Es wird euch nicht kalt lassen.
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Bildnachweis: Clouds Hill.
