Moshpit Passion
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram YouTube
    Moshpit Passion
    • Startseite
    • News
    • Interviews
    • Reviews
    • Bilder
    • Konzertberichte
    • Redaktion
    • FAQ
    Moshpit Passion
    Home»Interviews»Mastodon im Interview: Troy Sanders über Brent Hinds

    Mastodon im Interview: Troy Sanders über Brent Hinds

    By KjoAugust 25, 2026

    Mastodon im Interview: Troy Sanders über Brent Hinds

    Troy Sanders, Bassist und Sänger von Mastodon, spricht im Gespräch mit Kjo von Moshpit Passion über den schmerzhaften Abschied von Brent Hinds, die Entstehung des neuen Albums Marrow Deep, die neuen Bandmitglieder und die unverzichtbare Authentizität der Gruppe. Das Interview fand in der Proberaum-Atmosphäre statt – kurz vor einer großen Tour.

    Der Dokumentarfilm: Notwendig, tragisch und voller Erinnerungen

    Die Band hat vor einigen Wochen einen Dokumentarfilm veröffentlicht, den sie eigentlich nicht machen wollte. Troy Sanders hat ihn nur einmal gesehen. „Es war einfach sehr traurig“, sagt er. Gleichzeitig war es wichtig, dem Publikum die eigene Perspektive zu zeigen, abzuschließen und den Fokus auf das neue Album zu richten, an dem sie zwei Jahre gearbeitet haben.

    Brent Hinds war über viele Jahre ein zentraler Teil von Mastodons Geschichte. Sanders betont, dass die guten Zeiten die schlechten überwogen haben: 25 Jahre gemeinsames Musikmachen, weltweite Tourneen und große Alben. Für Fans macht der Film vor allem eines sichtbar: die innere Dynamik einer Bandbeziehung, die Außenstehende sonst kaum nachvollziehen können. Es ging nicht primär um die schwierigen Momente hinter den Kulissen, sondern darum, die gemeinsame Geschichte ehrlich zu zeigen – und danach weiterzugehen.

    „Marrow Deep“: Ein neues Kapitel mit frischer Energie

    Das Fehlen eines Gründungsmitglieds, das auf allen vorherigen Alben gespielt und entscheidend mitgeschrieben hat, macht den Wechsel unübersehbar. Brent Hinds war einer der einzigartigsten Gitarristen überhaupt – seine Talente fehlen. Gleichzeitig hat die Band mit Nick Johnston (seit knapp zwei Jahren live dabei) und João Nogueira (seit fünf Jahren mit dabei) zwei Musiker, die auf Marrow Deep voll mitgeschrieben und mitgespielt haben.

    „Wir wussten, dass das ein neues Kapitel ist“, erklärt Sanders. Fünf Leute im Studio, alle energiegeladen, alle kooperativ – das habe die Stimmung aus der Dunkelheit und Trauer herausgehoben. Das Ergebnis klingt nach Mastodon, ist aber der nächste authentische Entwicklungsschritt. Die Kernmitglieder Troy Sanders, Bill Kelleher und Brann Dailor bleiben das Fundament; die neuen Mitglieder bringen eigene Sounds, Texturen und Erfahrungen ein.

    Songwriting und Highlights: Von „The Three Fates“ bis „Moth and Bone“

    Der größte Unterschied zu früheren Alben ist klar: Brent Hinds spielt auf keinem Track. Dennoch bleibt es ein Gemeinschaftswerk der drei Stammmitglieder plus Nick und João, die an jedem Song mitgewirkt haben.

    Einen besonderen Stellenwert hat für Sanders der Abschlusstrack „The Three Fates“. Der zweite Teil des Songs entstand fast vollständig aus der musikalischen Konversation zwischen den beiden neuen Mitgliedern. „Das fühlt sich an wie Hoffnung“, sagt er. Es sei, als würden sie sagen: Wir sind hier nicht, um Schuhe zu füllen – wir sind Mastodons Zukunft.

    Als größte Überraschung nennt er „Moth and Bone“. Das Stück hat Dynamiken und Taktarten, die die Band so noch nie gemacht hat. Die ersten Minuten klingen fast nicht nach klassischem Mastodon. Es folgt keinem klassischen Verse-Chorus-Schema und hat eine eigene Identität – genau deshalb haben sie daran festgehalten.

    Was Mastodon nie verlieren wird: Authentizität

    Egal, wie weit sich die Musik entwickelt: Authentizität bleibt zentral. Sanders und Schlagzeuger Brann Dailor schreiben die Texte gemeinsam – ehrlich, aus realen Lebenssituationen, oft cathartisch. „Ob die Leute unsere Band mögen oder nicht – niemand kann sagen, dass wir nicht authentisch sind“, betont Sanders. Sie schreiben nie, um Fans zu gewinnen oder Erwartungen zu erfüllen.

    Genau deshalb gibt es auch keinen Druck, den langjährigen Hörern etwas „Erwartetes“ zu liefern. Mastodon schreibt seit dem ersten Album primär für sich selbst. Wenn die fünf im Proberaum etwas gut finden, wird daraus ein Song und am Ende ein Album. „Kunst sollte von innen kommen und nicht versuchen, irgendjemanden draußen zu gefallen.“

    Von Nebenjob zur Vollzeit-Band und die Realität der Promotion

    Rund um The Hunter wurde Mastodon zur Vollzeit-Band. Nach einigen Jahren intensiver Tournee mit Crack the Skye reichte das Geld erstmals, um nicht mehr direkt in den Alltag zurückkehren zu müssen. Luxusleben war nie das Ziel – es ging um die Grundversorgung für Familien und den normalen Alltag. Das dauerte etwa elf Jahre.

    Zur heutigen Promotion sagt Sanders pragmatisch: Den Großteil übernehmen die Labels (früher Relapse und Warner Bros., jetzt Loma Vista). Die Band macht gerne Interviews, In-Stores und Aktionen mit, muss aber nicht täglich selbst Social Media stemmen. Früher gab es Stapler und Flyer in der Stadt – heute sind die Strukturen professioneller, die Band bleibt aber gerne involviert.

    Killer Be Killed: Weiterhin Hoffnung, aber kein konkreter Plan

    Auf die Frage nach neuem Material von Killer Be Killed antwortet Sanders ehrlich: Alle Mitglieder sind extrem beschäftigt (Max Cavalera mit unzähligen Projekten, Greg Puciato solo und mit Jerry Cantrell, Ben Koller mit High on Fire und Converge, er selbst mit Mastodon). Seit Jahren versuchen sie, Kalender zu synchronisieren – bisher ohne Erfolg. „Wir sind weiter hoffnungsvoll, aber aktuell ist nichts in der Pipeline.“

    Bildnachweis: Karsten Frölich.

    Share. Facebook Twitter Email WhatsApp

    Comments are closed.

    Unser Podcast: Music Non Stop-Talks

    Kostenloser Newsletter
    Wir halten deine Daten privat und teilen sie nur mit Dritten, die diesen Dienst ermöglichen. Lies unsere Datenschutzerklärung.

    Prüfe deinen Posteingang oder Spam-Ordner, um dein Abonnement zu bestätigen.

    Facebook Instagram YouTube
    • Impressum
    • Datenschutz
    • AGB
    © 2026 Moshpit Passion

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.