Rammtein – „Live In Mexico City“ kommt
Wenn Rammstein in Mexiko-Stadt auf die Bühne kommt, wird aus einem Konzert ein gigantisches Spektakel. 65.000 Fans im Foro Sol feiern die deutsche Metal-Band mit voller Leidenschaft und machen RAMMSTEIN – LIVE IN MEXICO CITY zu einem Konzertfilm, bei dem Band und Publikum gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.
Aufgenommen wurde der Film während drei ausverkaufter Konzerte am 1., 2. und 4. Oktober 2022. Insgesamt 23 Songs zeigen die komplette Bandbreite der Rammstein-Live-Show – von „Armee der Tristen“ bis „Te quiero puta!“.
Rammstein Konzertfilm startet 2026 im Kino
RAMMSTEIN – LIVE IN MEXICO CITY kommt am 4. November 2026 weltweit in die Kinos. Am 20. November 2026 erscheinen anschließend verschiedene physische und digitale Editionen.
Fans können unter anderem zwischen Doppel-CD, Blu-ray, 4-LP-Vinylbox, farbigem Vinyl und einer limitierten White-Label-Ausgabe wählen. Besonders umfangreich fällt die Fotobuch-Edition aus: Auf knapp 300 Seiten finden sich zahlreiche bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus fünf Jahren Stadiontournee. Zusätzlich liegen eine Blu-ray und eine Doppel-CD bei.
Eine besondere Sammleredition ist die limitierte Lucha-Libre-Fanbox. Darin befindet sich jeweils eine von sechs lebensgroßen Kunstharz-Repliken der Bandmitglieder. Die Köpfe basieren auf 3D-Scans und werden mit individuell angefertigten mexikanischen Lucha-Libre-Masken kombiniert.
Eine der größten Rammstein-Shows auf der Leinwand
Die Dimensionen der Rammstein-Bühnenshow sind gewaltig. Die Konstruktion misst rund 60 Meter in der Breite, 30 Meter in der Tiefe und 36 Meter in der Höhe.
Für den Aufbau sind 265 Crewmitglieder verantwortlich. 90 Trucks transportieren rund 1.350 Tonnen Material. Mehr als 1.000 Scheinwerfer, zahlreiche Spezialeffekte, Nebelmaschinen und eine enorme Feuertechnik verwandeln das Foro Sol in eine riesige Konzertbühne.
Auch die Audiotechnik bewegt sich in entsprechenden Dimensionen: 170 LA12X-Verstärker liefern zusammen eine Leistung von mehr als zwei Millionen Watt.
Paul Dugdale bringt Rammsteins Bühnenshow ins Kino
Regisseur Paul Dugdale übernimmt die filmische Umsetzung. Der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher arbeitete bereits mit internationalen Künstlern wie The Rolling Stones, Taylor Swift, Elton John und Adele.
Statt die Show ausschließlich aus der Zuschauerperspektive zu zeigen, wechselt Dugdale zwischen spektakulären Totalen und extrem nahen Aufnahmen. Dadurch entstehen Bilder, die bei einem normalen Stadionkonzert kaum möglich wären.
Die Kamera befindet sich direkt im Geschehen, begleitet die Musiker aus nächster Nähe und zeigt gleichzeitig die gewaltige Kulisse des ausverkauften Stadions.
Für den Sound zeichnet Olsen Involtini als Audio-Supervisor verantwortlich. Er ist unter anderem als Co-Produzent der jüngsten Rammstein-Studioalben bekannt.
Feuer, Effekte und ikonische Rammstein-Momente
Die Setlist verbindet Songs aus unterschiedlichen Phasen der Bandgeschichte mit den bekannten Showelementen von Rammstein.
Das brennende Herz bei „Mein Herz brennt“, der Feuerbogen von „Du riechst so gut“, die Raketen bei „Du hast“ und die Schaumeinlage bei „Pussy“ gehören ebenso dazu wie der riesige Kinderwagen und das Monsterkind aus „Puppe“.
Bei „Mein Teil“ wird der berühmte Kochtopf zum Mittelpunkt der Inszenierung. „Rammstein“ setzt wiederum auf brennende Rucksäcke und Gitarren. Trotz aller Größe lässt der Film dabei immer wieder kleine menschliche Momente zu.
Rammstein: Sechs Musiker, mehr als 30 Jahre Bandgeschichte
Im Zentrum des Spektakels stehen weiterhin die sechs Musiker: Till Lindemann, Richard Z. Kruspe, Paul Landers, Oliver Riedel, Christoph Schneider und Flake Lorenz.
Seit dem Debütalbum HERZELEID aus dem Jahr 1995 ist die Besetzung unverändert. In dieser Zeit entwickelte sich Rammstein von einer Band aus der deutschen Musikszene zu einem weltweit erfolgreichen Stadion-Act.
Acht Studioalben, internationale Charterfolge und mehrere Grammy-Nominierungen gehören zur Geschichte der Gruppe.
Von der DDR-Punk-Szene auf die größten Bühnen der Welt
Die musikalischen Wurzeln von Rammstein reichen in die Punk- und Underground-Szene der ehemaligen DDR zurück. Anfang der 1990er-Jahre formte sich daraus eine Band, die bewusst auf deutsche Texte, einen eigenständigen Sound und eine außergewöhnliche visuelle Präsentation setzte.
Industrial Metal, harte Gitarren, elektronische Elemente und die markante Stimme von Till Lindemann wurden zu einem unverwechselbaren Gesamtbild.
Die Bühnenshow entwickelte sich dabei zu einem festen Bestandteil der Musik. Feuer, Licht, Bühnenmechanik und Choreografie sind bei Rammstein keine bloße Dekoration, sondern Teil der gesamten Performance.
Rammstein und die Geschichte ihrer Konzertfilme
Mit LIVE AUS BERLIN (1999), VÖLKERBALL (2006), RAMMSTEIN IN AMERIKA (2015) und RAMMSTEIN: PARIS (2017) hat die Band bereits mehrere große Live-Produktionen veröffentlicht.
Mexiko spielt in der internationalen Geschichte von Rammstein ebenfalls eine besondere Rolle. Bereits 1999 trat die Band während der SEHNSUCHT-Tour in Lateinamerika auf.
Die Stadiontournee führte Rammstein erneut nach Mexiko. Die drei Konzerte im Foro Sol wurden dabei zu einem der zentralen Schauplätze der Tour.
Mexiko macht den Rammstein-Konzertfilm besonders
Was RAMMSTEIN – LIVE IN MEXICO CITY von einer reinen Dokumentation der Bühnentechnik unterscheidet, ist die Interaktion mit dem Publikum.
Bei „Ausländer“ sorgt ein Kuss zwischen Richard Z. Kruspe und Paul Landers für einen besonderen Moment. „Sonne“ verbindet die Musik mit einer spektakulären Feuerinszenierung. Bei „Ich will“ und „Du hast“ übernimmt das Publikum nahezu vollständig den Gesang.
Genau diese Verbindung zwischen Rammstein und den mexikanischen Fans prägt den Konzertfilm. Die Technik mag gigantisch sein – am Ende stehen sechs Musiker und Zehntausende Menschen, die gemeinsam eine außergewöhnliche Live-Atmosphäre erzeugen.
RAMMSTEIN – LIVE IN MEXICO CITY ist damit nicht nur ein Mitschnitt einer Stadiontournee, sondern ein filmisches Dokument der besonderen Beziehung zwischen Rammstein und seinen Fans in Mexiko.
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Bildnachweis: Universal Music.
