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    Reload Festival 2026: Der erste Festivaltag zwischen Hitze, Staub und Metal

    By KjoAugust 17, 2026

    Das Reload Festival 2026 ist gestartet und bereits der erste Festivaltag hatte es ordentlich in sich. In Sulingen wartete am Donnerstag ein Programm, das eigentlich kaum Wünsche offenließ. Mit Orbit Culture, Terror, Thy Art Is Murder, Soulfly, Lamb of God, Black Label Society und Arch Enemy standen gleich mehrere Bands auf dem Spielplan, auf die wir uns im Vorfeld besonders gefreut hatten.

    Auch das Wetter hatte sich einiges vorgenommen. Die Sonne schien nahezu ununterbrochen vom Himmel und die Temperaturen kletterten auf über 30 Grad. Der trockene Boden verwandelte das Festivalgelände schon im Laufe des Nachmittags in eine ziemlich staubige Angelegenheit. Wer sich vor einer Bühne in einen Moshpit stürzte, bekam also nicht nur ordentlich Musik, sondern automatisch auch eine zusätzliche Portion Staub ab.

    Für uns begann der erste Tag allerdings nicht direkt vor einer Bühne.

    Der Festivalstart beginnt auf dem Campground

    Bevor wir uns ins Infield aufmachten, schauten wir zunächst auf dem Campground C1 vorbei. Dort waren unsere Freunde und natürlich auch die Poolboys anzutreffen. Schließlich gehört das Camping beim Reload Festival für uns genauso zum Gesamterlebnis wie die Konzerte selbst.

    Nach der Anreise, dem ersten Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und ein paar Gesprächen war dann aber irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an dem wir uns Richtung Festivalgelände aufmachen mussten. Schließlich wollten wir unseren ersten musikalischen Termin nicht verpassen.

    Unser persönlicher Start in das Konzertprogramm hieß Orbit Culture.

    Orbit Culture sorgen für einen brachialen Auftakt

    Orbit Culture standen auf der Mainstage und machten ziemlich schnell deutlich, dass dieser Festivaltag keine lange Aufwärmphase brauchen würde. Die Schweden gingen von Beginn an mit enormem Druck zu Werke und sorgten vor der Bühne für jede Menge Bewegung.

    Die Mischung aus schweren Gitarren, treibenden Drums und brutalen Breakdowns passte hervorragend zu den Bedingungen. Vor der Mainstage bildeten sich Moshpits und Circlepits, während immer wieder Crowdsurfer über die Köpfe des Publikums hinweg nach vorne getragen wurden.

    Für uns gehörten Orbit Culture damit definitiv zu den härtesten Bands des gesamten ersten Tages. Die Band erzeugte eine regelrechte Druckwelle, die sich immer weiter durch das Publikum ausbreitete.

    Andere Festivalberichte kamen bei Orbit Culture teilweise zu einer etwas zurückhaltenderen Einschätzung. Während die Energie und die musikalische Präzision durchaus positiv hervorgehoben wurden, gab es auch die Meinung, dass die Band ihre Wucht von den Studioaufnahmen live nicht ganz erreichen konnte.

    Wir haben das an diesem Nachmittag allerdings anders empfunden. Für uns waren Orbit Culture ein richtig starker Einstieg in das Reload Festival 2026.

    Terror bringen die Plaza Stage zum Beben

    Nach Orbit Culture ging es für uns weiter zur Plaza Stage, denn dort wartete mit Terror eine der bekanntesten Hardcore-Bands des Festivals.

    Bei Terror weiß man normalerweise ziemlich genau, was einen erwartet. Die Band aus Los Angeles steht für kompromisslosen Hardcore, eine Menge Energie und ein Publikum, das sich vor der Bühne ordentlich austobt. Genau das passierte auch in Sulingen.

    Die Fans hatten offensichtlich richtig Lust auf eine Runde LA Hardcore. Während Terror ihre Songs ins Publikum feuerten, wurde vor der Bühne ordentlich getanzt, gepogt und gemosht.

    Neben einigen neueren Songs durften natürlich auch Klassiker wie „Stick Tight“, „Lowest of the Low“ und „One With the Underdogs“ nicht fehlen. Gerade diese älteren Stücke sorgten für besonders viel Bewegung im Publikum.

    Die Kombination aus der Musik, der Hitze und dem trockenen Boden hatte allerdings auch eine ganz besondere Nebenwirkung. Jeder größere Pit wirbelte eine neue Staubwolke auf, sodass die Plaza Stage zeitweise wie in einen leichten Nebel gehüllt war.

    Terror lieferten damit genau die Show, die wir uns von ihnen erhofft hatten. Die Band brauchte keine große Inszenierung, sondern überzeugte einfach mit ihrer Musik und der Energie, die sie gemeinsam mit dem Publikum entwickelte.

    Thy Art Is Murder mit neuem Sänger

    Anschließend machten wir einen kurzen Abstecher zu Thy Art Is Murder. Die australische Deathcore-Band stand 2026 mit einem neuen Sänger auf der Bühne, weshalb der Auftritt natürlich mit besonderer Spannung erwartet wurde.

    Jerry Grimefeld war erst kurz vor dem Festival als neuer Frontmann vorgestellt worden und musste damit gleich bei einem großen Festival beweisen, dass er die Fußstapfen seines Vorgängers ausfüllen kann.

    Musikalisch ließen Thy Art Is Murder erwartungsgemäß nichts anbrennen. Die Band präsentierte ihren brutalen Deathcore mit den bekannten Breakdowns und einer ordentlichen Portion Aggressivität.

    Bei uns persönlich wollte der Funke allerdings noch nicht vollständig überspringen. Mit dem neuen Sänger wurden wir an diesem Tag einfach noch nicht richtig warm. Das bedeutet allerdings nicht, dass Thy Art Is Murder eine schlechte Show gespielt hätten. Im Gegenteil: Die Band lieferte eine solide Vorstellung ab und passte musikalisch hervorragend in das harte Programm des Donnerstags.

    Vielleicht braucht es einfach noch etwas Zeit, bis sich die neue Besetzung für uns wirklich vertraut anfühlt.

    Soulfly und die enttäuschten Erwartungen

    Danach stand für uns ein Auftritt auf dem Programm, mit dem wir eine ganz besondere Geschichte verbanden: Soulfly.

    Für mich persönlich waren Soulfly schon in jungen Jahren eine wichtige Band. Mit 16 Jahren waren Max Cavalera und seine Band echte Jugendhelden. Entsprechend groß war die Vorfreude darauf, Soulfly endlich einmal live beim Reload Festival erleben zu können.

    Leider wurde aus diesem persönlichen Highlight letztlich eine ziemliche Enttäuschung.

    Der Sound wollte für uns überhaupt nicht passen. Auch die Stimme überzeugte uns an diesem Abend nicht und insgesamt wollte sich einfach nicht dieses Gefühl einstellen, das wir uns von diesem Auftritt erhofft hatten.

    Das ist allerdings ausdrücklich unser persönlicher Eindruck. Andere Berichte vom Festival zeichneten ein deutlich positiveres Bild und lobten unter anderem den Groove, die Percussion und die Energie der Band.

    Vielleicht lag es also auch an unseren eigenen Erwartungen. Wenn eine Band einen über viele Jahre begleitet und man sie irgendwann zum ersten Mal live sieht, ist die Messlatte automatisch ziemlich hoch.

    Für uns konnte Soulfly diese Messlatte an diesem Abend leider nicht überspringen.

    Lamb of God machen die Mainstage platt

    Zum Glück wartete mit Lamb of God bereits die nächste Band auf uns.

    Und hier passte einfach alles.

    Lamb of God legten auf der Mainstage einen Auftritt hin, der uns vom ersten Moment an mitriss. Die Amerikaner spielten mit einer unglaublichen Wucht und sorgten dafür, dass vor der Bühne erneut ordentlich Bewegung entstand.

    Randy Blythe präsentierte sich gewohnt aktiv und suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum. Gleichzeitig sorgte die Band mit ihren schweren Riffs dafür, dass es musikalisch ordentlich zur Sache ging.

    Mittlerweile war die größte Hitze des Tages vorbei und die Sonne langsam verschwunden. Damit herrschten perfekte Bedingungen für einen solchen Auftritt.

    Auch die Produktion konnte sich sehen lassen. Licht und Pyrotechnik verstärkten die Wirkung der Songs zusätzlich und sorgten dafür, dass die Mainstage immer wieder in helles Licht getaucht wurde.

    Das Set dauerte ungefähr 80 Minuten. Für uns fühlte es sich allerdings deutlich kürzer an. Wenn eine Band einen solchen Druck erzeugt, möchte man am Ende eigentlich nur noch mehr davon.

    Lamb of God waren für uns deshalb einer der stärksten Auftritte des ersten Festivaltages.

    Black Label Society liefern das erste große Highlight

    Danach ging es wieder zur Plaza Stage, wo mit Black Label Society unser persönliches erstes großes Highlight des Festivals wartete.

    Auf diesen Auftritt hatten wir uns schon im Vorfeld besonders gefreut. Schließlich ist Zakk Wylde eine dieser Persönlichkeiten, die man auf einer Festivalbühne einfach einmal erlebt haben muss.

    Und Black Label Society enttäuschten uns nicht.

    Die Band präsentierte sich an diesem Abend in hervorragender Form. Zakk Wyldes Gitarrenspiel stand natürlich im Mittelpunkt, gleichzeitig funktionierte das Zusammenspiel der gesamten Band hervorragend.

    Neben zahlreichen bekannten Songs gab es auch das „No More Tears“-Cover, das natürlich besonders gut beim Publikum ankam.

    Einen kleinen Wunsch hatten wir allerdings noch offen. „In This River“ hätten wir natürlich ebenfalls sehr gerne gehört. Gerade dieser Song gehört für uns zu den Stücken, die zu einem Black-Label-Society-Auftritt einfach dazugehören.

    Aber man kann schließlich nicht jedes persönliche Lieblingslied in ein Festivalset packen.

    Trotzdem war die Freude über diesen Auftritt riesig. Zakk Wylde war in Topform und Black Label Society lieferten für uns einen der emotionalsten Momente des gesamten Tages.

    Arch Enemy beenden den Tag mit Lauren Hart

    Zum Abschluss des ersten Festivaltages wartete mit Arch Enemy noch ein ganz besonderer Auftritt.

    Wir hatten am Nachmittag bereits die Gelegenheit, Daniel von Arch Enemy zu interviewen. Dadurch waren wir natürlich besonders gespannt darauf, die Band später auch live auf der Bühne zu sehen.

    Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die neue Sängerin Lauren Hart.

    Nach dem Wechsel am Mikrofon stellte sich für viele Fans die Frage, wie sich Arch Enemy mit der neuen Frontfrau live anhören würden. Für uns fiel die Antwort ziemlich eindeutig aus: Die Band funktionierte auch mit Lauren Hart hervorragend.

    Natürlich bringt sie ihre eigene Stimme und ihren eigenen Stil mit. Trotzdem hatte der Auftritt für uns eine vertraute Atmosphäre. Gerade die Kombination aus den aggressiven Vocals und den melodischen Gitarren erinnerte uns teilweise wieder stärker an die Arch-Enemy-Zeit, die wir aus früheren Jahren kennen.

    Die Band selbst zeigte sich bestens eingespielt und Michael Amott sorgte gemeinsam mit seinen Mitmusikern erneut für die typischen Gitarrenmomente, die Arch Enemy seit Jahren auszeichnen.

    Auch andere Festivalberichte beschäftigten sich ausführlich mit dem Auftritt und insbesondere mit dem Einstand von Lauren Hart. Dabei wurde sowohl ihre Bühnenpräsenz als auch die musikalische Leistung der Band hervorgehoben, während es beim Soundmix unterschiedliche Eindrücke gab.

    Für uns war letztlich entscheidend, dass Arch Enemy auch mit der neuen Sängerin noch immer nach Arch Enemy klangen.

    Damit konnte der erste Festivaltag einen würdigen Abschluss finden.

    Unser Fazit zum ersten Tag beim Reload Festival 2026

    Der erste Tag des Reload Festivals 2026 hatte es ordentlich in sich. Bereits das Wetter sorgte mit Temperaturen von mehr als 30 Grad und dem trockenen Festivalboden dafür, dass sich die Besucher auf einen langen und schweißtreibenden Tag einstellen mussten. Der Staub wurde spätestens nach den ersten Moshpits zum festen Bestandteil des Outfits.

    Musikalisch war der Donnerstag dafür umso abwechslungsreicher.

    Orbit Culture sorgten für einen brachialen Einstieg, bevor Terror auf der Plaza Stage den Hardcore-Fans ordentlich einheizten. Thy Art Is Murder präsentierten sich mit ihrem neuen Sänger solide, konnten uns persönlich aber noch nicht vollständig überzeugen.

    Bei Soulfly wurden dagegen unsere hohen Erwartungen an einen persönlichen Jugendhelden leider enttäuscht. Umso besser war anschließend der Auftritt von Lamb of God, die für uns einen der stärksten Auftritte des Tages hinlegten.

    Black Label Society setzten anschließend noch einen drauf und sorgten für unser erstes richtig großes Highlight des Festivals. Zakk Wylde war in Topform und die Plaza Stage wurde zum Schauplatz eines Auftritts, an den wir uns definitiv noch länger erinnern werden.

    Mit Arch Enemy und Lauren Hart ging schließlich ein langer, heißer und staubiger erster Festivaltag zu Ende.

    Nach diesem Donnerstag war für uns jedenfalls klar: Das Reload Festival 2026 war bereits am ersten Tag auf voller Betriebstemperatur – und wir waren gespannt, was die kommenden Tage noch zu bieten haben.

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