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    LIZZORD – „Cosmic Crypt“ (Bereits Veröffentlicht)

    By KjoOktober 31, 2026

    LIZZORD – „Cosmic Crypt“ (Bereits Veröffentlicht)

    Dass die deutsche Thrash-Metal-Szene noch lange nicht zum alten Eisen gehört, beweisen immer wieder junge Bands, die sich lieber mit scharfkantigen Riffs und ordentlich Druck beschäftigen, statt dem Zeitgeist hinterherzulaufen. LIZZORD aus der Eifel gehören zu diesen Kandidaten. Seit ihrer Gründung 2022 arbeitet sich die Formation mit einer ordentlichen Portion Energie durch die heimische Metal-Landschaft. Mit ihrem Debütalbum „Cosmic Crypt“ steht nun der nächste wichtige Schritt an.

    Dabei machen die bisherigen Veröffentlichungen durchaus neugierig. Schon die Titel der bisherigen Songs lassen erahnen, dass die vier Musiker keine Lust auf musikalische Schönwetterveranstaltungen haben. „Highspeed Hellride“, „Harvest Doom“ und „Black Magic“ sprechen eine recht deutliche Sprache. Hier wird nicht lange um den heißen Brei herumgeredet, sondern ordentlich Metall verarbeitet.

    Zwischen klassischem Thrash und melodischer Schlagkraft

    Musikalisch bewegen sich LIZZORD im Fahrwasser des klassischen Thrash Metal, wobei durchaus melodische Elemente ihren Platz finden. Gerade „Hellzone“ zeigt, wohin die Reise gehen soll. Rasante Gitarrenarbeit, eine unnachgiebige Rhythmussektion und ein Gespür für klassische Thrash-Dramaturgie bilden das Fundament. Die Nähe zu den amerikanischen Genrevorreitern Exodus ist dabei durchaus nachvollziehbar.

    Interessanterweise beschränkt sich die Band nicht ausschließlich auf Hochgeschwindigkeitsattacken. „Harvest Doom“ schlägt eine etwas schwerere Richtung ein und setzt zunächst auf eine bedrohliche Atmosphäre, bevor sich das Stück in einen wuchtigen Groove entwickelt. Das sorgt für Abwechslung und zeigt, dass LIZZORD durchaus verstanden haben, dass ein gutes Thrash-Album nicht permanent mit Vollgas unterwegs sein muss.

    Cosmic Crypt: Zwischen Angriffslust und düsterer Atmosphäre

    Auch thematisch scheint „Cosmic Crypt“ keine eindimensionale Angelegenheit zu werden. Während „Hellzone“ eine apokalyptische Science-Fiction-Kulisse aufbaut, beschäftigt sich „Harvest Doom“ mit der zerstörerischen Ausbeutung der Natur durch den Menschen. Eine Kombination, die dem musikalischen Grundgerüst zusätzliche Farbe verleiht.

    Die bislang bekannten Stücke lassen eine Band erkennen, die sich nicht auf eine einzige Stimmung festlegen möchte. Mal regiert die aggressive Attacke, mal darf der Groove etwas mehr Raum einnehmen. Gerade diese unterschiedlichen Ansätze könnten sich auf Albumlänge als Trumpf erweisen.

    Ein Debüt mit Potenzial

    LIZZORD stehen noch am Anfang ihrer gemeinsamen Geschichte, bringen allerdings bereits Erfahrungen aus früheren musikalischen Stationen mit. Dass die Formation ihr Material auch auf der Bühne erprobt, dürfte dem Zusammenspiel zusätzlich zugutekommen. Die Setlist ihrer bisherigen Festivalauftritte enthält neben den veröffentlichten Stücken auch weitere Titel wie „Vengeful Spirits“, „Die By The Sword“ und „Acid Exterminator“.

    Ob „Cosmic Crypt“ tatsächlich das Zeug dazu hat, sich dauerhaft im deutschen Thrash-Metal-Untergrund festzusetzen, wird sich mit der Veröffentlichung des vollständigen Albums zeigen. Die bisherigen Vorboten machen jedenfalls deutlich, dass hier keine Anfänger am Werk sind, die sich erst einmal mit den Grundlagen des Genres vertraut machen müssen. Wer auf klassischen, riffbetonten Thrash Metal mit einer gesunden Portion Melodie und ordentlich Angriffslust steht, sollte LIZZORD im Auge behalten. Die Eifel darf sich offenbar auf weiteren metallischen Nachwuchs verlassen.

    Fazit: „Cosmic Crypt“ kündigt sich als vielversprechendes Debüt einer Band an, die ihre musikalischen Wurzeln kennt und trotzdem genügend eigene Energie mitbringt. Jetzt muss das vollständige Album zeigen, ob LIZZORD auch über die gesamte Distanz überzeugen können.

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    Bildnachweis: Presse.

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