Accuser – Accuser (VÖ: 13.11.2020)

accuser-accuser-header-moshpitpassion

Accuser – Accuser (VÖ: 13.11.2020)

Einen besseren Titel wie den eigenen Bandnamen hätte die Siegener Thrash-Metal-Institution für ihr 12. Studioalbum nicht aussuchen können. Der bereits auf dem Vorgänger eingeschlagene Weg, die technische Finesse der Frühwerke und den brachialen Groove der 90er-Scheiben mit der unbändigen Energie aller Alben seit der Reunion zu verbinden, wird konsequent fortgeführt.

Durch die Rückkehr von Lead Gitarrist René Schütz, der mit einigen Unterbrechungen bereits 18 der 22 Jahre andauernden Karriere Teil der Band war, haben Accu§er das letzte Quäntchen ihres ureigenen Stils zurückgewonnen.

Filigrane Solos und energiegeladener Rhythmus

Seine filigranen Solos und das energiegeladene, abwechslungsreiche Zusammenspiel mit Rhythmus-Gitarrist/Shouter Frank Thoms sind ausschlaggebend für den eigenständigen Sound der Band.
Dieses Duo gehört für mich bereits seit Ende der 80er-Jahren zu den geilsten Riff-Kommandos der weltweiten Thrash-Szene. Sie mussten sich noch nie hinter Kollegen wie z. B. Holt/Hunolt, Skolnick/Peterson, Arnett/Rainey oder Kisser/Cavalera verstecken.
Gemeinsam mit ihrer arschtighten Rhythmus-Abteilung Frank Kimpel (Bass) und Olli Fechner (Drums) haben die beiden sich selbst ein Denkmal gesetzt. Dieses könnte auch als Best-of-Compilation durchgehen. Und das ohne dass hier ein Song-Klassiker aus der makellosen Diskografie neu eingespielt wurde.

Weit entfernt von “Retro”

„Accuser“ ist jedoch weit davon entfernt, wie ein altbackenes Retro-Werk zu klingen.
Der fette, zeitgemäße Sound, frische Song Ideen wie etwa der variable Gesang im Mid-Tempo-Ohrwurm „None The Wiser“, die schier unbändige Power der brachialen Riff-Massaker („Misled Obedience“, „Phamtom Graves“) und die stets präsente Spielfreude unterstreichen die außergewöhnliche Klasse der Band. Nichts lässt unbedingt darauf schließen, dass hier verdiente Metal-Veteranen am Start sind, die bereits 1987 ihr erstes Album veröffentlicht haben.
Eine zusätzliche, absolut gelungene Überraschung bieten die Cover Versionen der beiden Evergreens „Urgent“ von den Hard-Rockern Foreigner und „Eliminator“ der NYHC- Gründerväter Agnostic Front, die sich nahtlos in den Flow des Albums einfügen.

Fazit

Trotz der durchweg starken Vorgängeralben haben es Accuser/Accu§er geschafft, nochmals einen drauf zu setzen, und liefern einen ganz heißen Anwärter auf den Titel „Metal-Album des Jahres“!

Links

https://accuser.de/
http://www.metalblade.com/accuser

Tracklist & Cover

accuser_accuser-cover-moshpitpassion

1. Misled Obedience
2. Phantom Graves
3. Temple of All
4. Lux in Tenebris
5. Be None the Wiser
6. Rethink
7. Psychocision
8. Contamination
9. The Eliminator
10. Seven Lives
11. A Cycle’s End
12. Urgent

Mehr Infos

Bleibt auf dem Laufenden mit mehr Informationen mitten aus dem Moshpit auf diesen Kanälen:
HomepageFacebookInstagramYouTube

Bildnachweis: Metal Blade Records.