C.J. Ramone – „The Holy Spell“ (VÖ: 10.05.2019)

CJ Ramone – „The Holy Spell“

C.J. Ramone – „The Holy Spell“

Am 10. Mai kehrte C.J. Ramone mit seiner neusten Solo-Platte „The Holy Spell“ zurück. Der Künstler, welcher ab 1989 als Bassist bei den Punk-Ikonen Ramones bekannt wurde, veröffentlichte damit sein bereits viertes Soloalbum und bietet wie bereits bei seinen vorherigen Soloprojekten einen fetten Gitarrensound und knackige Soli-Riffs. Weitere Reviews findet ihr hier: https://moshpitpassion.de/category/reviews.

Surf-Rock, melodische Melancholie und Skate-Punk-Drums

Die ersten Tracks des Albums haben eine klare Surf-Rock Note zu verzeichnen, was vor allem an dem Blues-Rock-Sound liegen mag, aber auch an den knackigen Soli, die zum weiterhören animieren. Gerade der erste Track „One High One Low“ leitet das Album mit ordentlich Power ein. Bei den folgenden Tracks lässt sich nicht verleugnen, dass C.J. Ramone das letzte lebende Mitglied der Ramones ist. Die Akkord-Reihenfolgen und das Songwriting von „I’m Disappointed“ oder „Crawling From The Wreckage“ erinnern stark an Songs von C.J.s alter Band und vor allem die Bass-Line in den ersten drei Sekunden von „This Town“ lassen einem die Worte „Hey Ho, Let’s Go“ im Kopf erscheinen. Nichtsdestotrotz bringt C.J. Ramone genug eigenen Einfluss mit in seine Songs, die sich vor allem durch ihren melodischen Gesang auszeichnen und dadurch neben einem soliden Blues- und Surf- Rock Sound auch stark nach gutem alten 2000er Pop-Punk klingen.

Ab dem sechsten Track geht es dramaturgisch abwärts, aber keineswegs negativ. Mit „Hands Of Mine“ lädt uns der Künstler ein, kurz zu entspannen und den akustischen, melancholischen Track, der leicht nach Johnny Cash duftet und geschmacklich an South-West-Country erinnert, zu genießen, bevor es mit ordentlicher Punkrock-Power weitergeht. Es folgt „There Stands The Glass“, der schnellste Track des Albums, welcher vor allem durch sein Skate-Punk-Drumming auffällt und ordentlich Laune auf die kommenden heißen Sommertage macht. Ebenso antreibend klingt der siebte Track „Movin’ On“, der ebenfalls durch seinen schnellen Schlagzeug-Beat auffällt, aber im Vergleich zum vorherigen Song deutlich mehr nach Country klingt. Das liegt vor allem an der dominierenden Blues-Pentatonik, die sowohl in der Rhythmus-Gitarre, als auch bei den Soli heraussticht.

Das letzte Drittel des Album nimmt wieder etwas Speed raus, was aber keineswegs heißt, dass die Power verloren geht. Die Singleauskopplung „Blue Skies“ und der letzte Track des Albums „Rock On“ zeichnen sich gerade durch melodischen Power-Pop-Gesang und knackige Pop-Punk Melodien aus und liefern einen guten Abschluss für die Platte.

Macht Laune auf Sommer, Sonne und Festivals

Abschließend lässt sich sagen, dass C.J. Ramone mit seinem neusten Soloalbum keineswegs die Lust an der Musik verloren hat. Die antreibenden Gute-Laune-Tracks bieten eine volle Bandbreite an melodischem Pop-Punk, über soften Country bis hin zu raueren Surf-Rock Songs, die Lust auf Sommer, Konzerte und die anstehende Festivalsaison liefern. Wer sich also auf die wärmste Jahreszeit einstimmen möchte, kann das mit der neuesten Scheibe „The Holy Spell“ vom Punkrock-Veteranen C.J. Ramone machen!

Cover + Tracklist

cj-ramone-tCJ Ramone – „The Holy Spell“

  1. One High One Low
  2. This Town
  3. Crawling From The Wreckage
  4. I’m Disappointed
  5. Waitin’ On The Sun
  6. Hands Of Mine
  7. There Stands The Glass
  8. Movin’ On
  9. Stand Up
  10. Postcard From Heaven
  11. Blue Skies
  12. Rock On

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Bildnachweis: Starkult Promotion .