Eden weint im Grab – Tragikomödien aus dem Mordarchiv (VÖ 06.12.2019)

Eden weint im Grab – Tragikomödien aus dem Mordarchiv (VÖ 06.12.2019)

Von Mordlust und allerlei Missetaten

Mystisch und sanft baut sich das Intro von der Meysterdetektiv auf. Cembalo und Streicher geben sich hier die Hand. Und mit einem Schlag bricht der drückende Sound herein.
Der Vers baut Spannung auf, die ihren Höhepunkt im Refrain findet.
Gegen Ende nimmt der Song nochmal gut Fahrt auf, um dann so zu enden wie er begann.

Doch es geht direkt mit gespenstischen Klängen weiter. Flott und drückend treibt der Sound voran. Minimalistisch im Vers, fett im Refrain. Die Geschichte bei Lazarus und die Tücken der Einsamkeit ist hier jedoch etwas düsterer und morbider als das biblische Vorbild.

Rhythmisch und lebhaft treibt hier im nächsten Stück der Giftmischer sein Unwesen. Unterstrichen wird das Ganze mit aufbauenden Streichern. Insgesamt erklingt eine Schaurig schöne Melodie.

Stampfend gräbt sich Himmelsstürmer Ton um Ton durchs Trommelfell. Mit sanfter Stimme im Vers entlädt sich die zurückgehaltene Energie im Refrain. Dieser wird mit Synthis untermalt, die an ein Echolot erinnern lassen. Das kraftvolle Solo hebt noch einmal die Gesamtstimmung des Liedes hervor.

Flott gehts mit der Mörder im Mond weiter. Den Kopf hier still zu halten ist schier gar unmöglich. Eingängige Riffs und eine passende Untermalung klopfen hier gewaltig an die Hirnrinde.

Michel mit dem Messer wiederum wird mit Akkordeon eingeleitet, dass atmosphärisch an eine Hafenpromenade erinnert. Die ruhige tragende Melodie mischt sich immer wieder mit harten Klängen was ein bedrückendes Gesamtbild erschafft.
Rabenschwarz und unheilvoll geht es mit Soundtrack zum Massenmord und Menschenfeuer weiter.

Beschwingt ertönen die ersten Noten von das Phantom von Whitechapel. Der rhythmische Vers bereitet bestens auf den knackig rockigen Refrain vor, der den Track kraftvoll voran schiebt. Bereits nach den ersten Worten dürfte jedem klar sein, dass es sich hierbei um einen der legendärsten Serienkillern handelt: Jack the Ripper.

Bei letztes Morgenrot sieht man gekonnt die treibenden Elemente des Dark und Gothic Metals vereint. Anfangs ruhige Parts bis hinzu schnellen, impulsiven Passagen. Die Stimmung wurde in dem dazugehörigen Musikvideo bestens eingefangen.

Das Album wird mit Annabel, ein eindrücklich ruhiges und sehr melancholisches Stück, abgerundet. Bevor man sich das Gesamtwerk direkt noch einmal anhört kann man hier gern die Augen schließen, den Klängen lauschen und erst einmal durchatmen.

Mit dem Album Tragikomödien aus dem Mordarchiv bekommt man hier 11 Lieder mit einer dunklen Grundstimmung die je eine morbide Geschichten von Mordlust und anderen Missetaten erzählen. Man könnte fast meinen bei den einzelnen Geschehnissen dabei gewesen zu sein.
Die verschiedenen Instrumente von elektrisch bis klassisch bilden eine starke Symbiose und erstrahlen im wunderbaren Einklang.

Eden weint im Grab zeigen ein weiteres Mal warum auch dieses Album bei keinem im Plattenregal fehlen darf, der sich bei düsterer und morbider Musik zu Hause fühlt.

Cover & Tracklist

1 – Der Meysterdetektiv
2- Lazarus und die Tücken der Einsamkeit
3 – Der Giftmischer (In der Kammer des Grauens)
4 – Himmelsstürmer
5 – Der Mörder im Mond
6 – Michel mit dem Messer
7 – Soundtrack für den Massenmord
8 – Menschenfeuer
9 – Das Phantom von Whitechapel
10 – Letztes Morgenrot
11 – Annabel

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Bildnachweis: Kernkraftritter Records.