Five Finger Death Punch – Oberhausen, König-Pilsener-Arena 08.02.2020

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Five Finger Death Punch – Oberhausen, König-Pilsener-Arena 08.02.2020

Five Finger Death Punch befinden sich aktuell auf ihrer Europatour, um das kommende Album „F8“ (VÖ: Ende Februar 2020) ordentlich zu promoten. Unterstützt werden die Jungs von Megadeth und Bad Wolves. Für Moshpit Passion hieß es daher am Samstag, den 08.02.2020 nach Oberhausen zu fahren und sich das Spektakel des Winters in der König-Pilsener-Arena anzuschauen.

Die letzte große Metalband

Das Debüt „The Way of the Fist“ erschien während der großen Musik-Krise 2007 und stand eigentlich unter keinen guten Voraussetzungen ein Hit zu werden. Eigentlich! Doch was die Band, welche sich ein paar Jahre zuvor in Las Vegas gründete in den letzten 13 Jahren ablieferte, gilt als ein Wunder. Viele Hits, diverse Edelmetall-Auszeichnungen, kontroverse Ansichten und Allüren sind die Mixtur einer erfolgreichen Basis. Live gilt die Kapelle mit ihrer Produktion als einer der Top-Bands im Metal und ist damit vielleicht sogar die letzte „große junge“ Band, welche noch Arenen füllt. Doch statt diese Reichweite nur für sich zu nutzen, geben Mitglieder wie Gitarrist Zoltan Bathory Newcomern eine Chance. Jener Klampfen-Zupfer ist Manager der Bad Wolves, welche den Abend eröffneten.

Bad Wolves: Mehr als nur ein Cover-Hit-Wonder

Pünktlich startete die Show der Herren um 18:50 mit „No Messiah“ und der Pit setzte sich in Bewegung. Wir hatten bereits im Herbst 2018 die Gelegenheit (HIER gibt es die Bilder von der Show) die Band im Vorprogramm von Three Days Grace zu sehen und waren damals schon erstaunt, dass ein Support eine Hauptband an die Wand spielen kann. Auch in Oberhausen lieferte die Band einen klasse Gig ab. Das aktuelle Album „N.A.T.I.O.N.“ ist seit Herbst 2019 raus und setzt da an, wo das Debüt „Disobey“ aufgehört hatte. Wir führten dazu mit der Band in der gedruckte Ausgabe #3 ein Interview (HIER kann man sich die PDF dazu downloaden). Natürlich duften daher die neuen Tracks nicht zu kurz kommen. Schade, dass nach bereits knapp 40 Minuten die Show der Jungs vorbei war. Doch Frontmann Tommy Text kündigte groß an, im Dezember nach Oberhausen zurückzukehren. Wir sind gespannt!

No Messiah
Learn to Live
Remember When
No Masters
Killing Me Slowly
Sober
I’ll Be There
Zombie

Megadeth: Old but Gold

Megadeth galten wohl als die Überraschung im Billing. Thrash Metal trifft auf zwei Mal Modern/Nu/Alternative Metal. Konnte das überhaupt gut gehen? Aber sowas von! Wer neue & junge Fans gewinnen will, muss andere Wege gehen. Die Produktion der Jungs war durch die massiven LED-Wänden schon sehr beeindruckend. Dave Mustaine schien nach überstandener Krankheit wieder der alte und performte wie in seinen besten Jahren. Dave Ellefson bekam sein Dauergrinsen nicht mehr los und schien die große Bühne in den letzten Monaten vermisst zu haben. Was auffällig war, dass Megadave seinen Mitstreitern stellenweise das Rampenlicht überließ und freiwillig zurück in die zweite Reihe fallen ließ. Auch hier, eine großartige Show von einer großartigen Band, welche leider zu kurz war.

Hangar 18
The Threat Is Real
Sweating Bullets
Wake Up Dead
Trust
Dystopia
The Conjuring
Symphony of Destruction
Peace Sells
Holy Wars… The Punishment Due

Five Finger Death Punch: 12.500 Leute stehen Kopf

Um 21:30 fiel der große weiße Vorhang und der Headliner des Abends stand auf der Bühne: Five Finger Death Punch. Was die Herren auffuhren an Produktion, war jeden Cent wert. Eine große Lichtshow, Pyroeffekte sowie ein 3D-Backdrop mit Totenkopf füllten die Bretter in der König-Pilsener-Arena. Von der ersten bis zur letzten Sekunde performte die Band ihre Songs mit voller Energie. Auch wenn in der Vergangenheit kleinere zwischenmenschliche Kämpfe auf der Bühne ausgetragen wurden, schienen die Herren recht einheitlich eingeschworen. Frontmann Ivan Moody mit seinen Ecken und Kannten schaffte es, die ausverkaufte Arena in seinen Bann zu ziehen und gab die Zügel so schnell nicht mehr los. Ersatzgitarrist Andy James von den Butcher Babies performte ordentlich und fügte sich nahtlos zwischen den Ego’s von Herrn Bathory und Chris Kael ein. Man kann sagen und schreiben über die Band was man will, doch es handelt sich hier um ganz große Entertainer, die ihren Fans was bieten. Die Vorfreude auf das kommende Album „F8“ wurde nur noch weiter geschürrt und man darf gespannt sein, wohin der Weg von 5FDP in den nächsten Jahren führen wird. Live ist die Band eine Granate, die auf der Bühne explodiert.

Lift Me Up
Trouble
Wash It All Away
Jekyll and Hyde
Sham Pain
Bad Company (Bad Company cover)
Burn It Down
Got Your Six
The Tragic Truth
Wrong Side of Heaven
Battle Born
Blue on Black (Kenny Wayne Shepherd cover)
Coming Down
Never Enough
Burn MF
Inside Out
Under and Over It
The Bleeding

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Bildnachweis: Kjo | Moshpit Passion.