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    Frozen Soul – „No Place of Warmth“ (VÖ: 08.05.2026)

    By HeikoMai 5, 2026

    Frozen Soul – „No Place of Warmth“ (VÖ: 08.05.2026)

    In der modernen Death-Metal-Landschaft haben sich Frozen Soul aus Texas einen echten Namen gemacht und sich innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Vertreter des Genres gemausert. Mit ihrer bereits dritten Platte dürfte der steile Aufstieg rapide weiter gehen, denn „No Place of Warmth“ ist in vielerlei Hinsicht das bisher größte Album der Texaner.

    Musikalisch wirkt alles noch raffinierter und gestraffter als zuvor und die Songs scheinen auf das Nötigste reduziert und dabei auf maximale Wirkung bedacht zu sein. Das große Vorbild Bolt Thrower scheint natürlich nach wie vor klar durch und Frontmann Chad Green klingt mit seinen mächtigen, giftigen und dabei immer verständlichen Growls wie ein moderner Nachfolger von Karl Willetts. Neben dem unverkennbar walzenden Sound der britischen Death-Ikonen, hat aber auch der Hardcore deutliche Spuren bei Frozen Soul hinterlassen und das Album ist durchzogen von modernen Hardcore-Elementen und krassen Slam– und Breakdown-Parts. In „Eyes of Despair“ kann man sich dann auch einen obligatorischen Bass-Drop nicht verkneifen.

    Mit irrer Brutalität

    Die Produktion ist auf maximale Größe und zerstörerische Wucht getrimmt. Von einem organischen, ungeschliffenen Sound kann dabei wirklich nicht mehr die Rede sein. Viel mehr wird die Band als alles zermalmende Kampfmaschine in Szene gesetzt, und so sehr ich, besonders im Death Metal, gerne Wert auf Authentizität lege und mit gnadenloser Überproduktion meine Probleme haben kann: Meine Güte, ballert das! Produzent Josh Schroeder dürfte vor allem für seine Arbeit mit Lorna Shore bekannt sein. Während mir persönlich bei den Deathcore-Superstars aber ALLES viel zu übertrieben und dadurch geradezu anstrengend klingt, komme ich beim stumpfen, drückenden Frozen Soul-Sound wesentlich besser mit Schroeders völliger Over-the-Top-Produktion zurecht. Ob am Drum-Sound dabei überhaupt noch irgendetwas Echtes übriggeblieben ist, wird dabei völlig irrelevant. Das Album klingt stimmig und – Scheiße nochmal – brutal!

    Nach einem atmosphärischen Intro baut sich der eröffnende Titeltrack zu einer absolut mächtigen Walze auf, garniert mit gewohnt Bolt Thrower-esquen Lead-Melodien. Am Ende schaut dann als (Super-)Stargast einfach mal My Chemical Romance-Sänger Gerard Way vorbei und zeigt sich von seiner brutalen, (schwarz-)metallischen Seite, während im folgenden „Invoke War“ Robb Flynn von Machine Head zu hören ist. Es wird klar: Frozen Soul sind in ganz neuen Sphären angekommen. In „Invoke War“ dominiert – wie in weiten Teilen des Albums – genickbrechendes Chugging. Das Brutalo-Riffing gerät aber nie zu eintönig und wird genug aufgelockert, sodass die Effektivität nie verloren geht.

    „Ethereal Dreams“ killt mit seinem Wechsel aus fiesesten Tremolo- und Palm-Mute-Riffs alles in der Umgebung. Von DER Abrissbirne des Albums zu sprechen ist jedoch gar nicht so einfach, wenn wirklich jeder Song so hart auf’s Maul gibt wie auf dieser Platte. „Frost Forged“ täuscht zunächst an, das Tempo mal deutlich anzuziehen, hält sich aber, wie der Großteil des Albums, die meiste Zeit im tödlich groovenden Midtempo auf. Die Band beweist aber ein präzises Gespür für Dynamik, sodass die deutliche Unterzahl wirklich schneller Parts überhaupt nicht negativ ins Gewicht fällt.

    Fazit

    Frozen Soul feuern auf ihrem dritten Album aus allen Rohren und haben ein echt brutales Ding abgeliefert. Wäre mir die Produktion bei vielen anderen Bands mindestens zehn Schippen zu übertrieben, kann ich mich der gnadenlosen akustischen Zermalmung von „No Place of Warmth“ kaum entziehen. Die Mischung aus Old-School-Death-Metal- und insbesondere natürlich Bolt Thrower-Einfluss, krassem Hardcore-Einschlag, Groove und moderner, irre drückender Produktion geht stimmig auf und sorgt für 35 Minuten puren Abriss ohne Ausfälle und Abnutzungserscheinungen. Die Songs sind perfekt auf den Punkt gebracht und leben von dynamischen Wechseln und ungeheurer Energie mit walzendem Groove und brutalen Chugs. Sänger Chad Green klingt noch schärfer, noch definierter als zuvor und macht seinem stimmlichen Vorbild alle Ehre.

    Frozen Soul haben von ihrem Debut an bereits für Einiges an Eindruck gesorgt und ihren Sound seitdem noch deutlich verfeinert und ihre Identität gefestigt. Als OSDM-Throwback kann das anno 2026 nicht mehr durchgehen. Dafür fühlt man sich mit wohldosierten Core-Elementen und im modernen Soundgewand eindeutig zu wohl. Unabhängig von Genre-Konventionen ist „No Place of Warmth“ aber eine echte Hammerscheibe, die in ihrer kompromisslosen Klopperei viel Spaß macht.

    Cover & Tracklist

    01 No Place of Warmth (04:50)
    02 Invoke War (03:16)
    03 bsolute Zero (00:53)
    04 Dreadnought 02:37)
    05 Chaos Will Reign (03:19)
    06 Eyes of Despair (03:03)
    07 Ethereal Dreams (04:55)
    08 Skinned by the Wind (01:28)
    09 Deathweaver (03:54)
    10 Frost Forged (03:55)
    11 Killin‘ Time (Until It’s Time to Kill) (3:24)

    Mehr Infos

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    Bildnachweis: Century Media Records.

    9.0

    + Konsequente Weiterentwicklung
    + Starke Vocals
    + Irre Härte
    + Heftiges Soundgewand

    • Moshcheck 9.0
    • User Ratings (0 Votes) 0
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