Jinjer im Frankfurter BETT 20.11.2019

Jinjer
Jinjer

Jinjer im Frankfurter BETT 20.11.2019

Am 20. November 2019 standen Jinjer, The Agonist, Khroma und Space Of Variations im Bett auf der Bühne, welches seine Location in Frankfurt hat.

Space Of Variations

Die Newcomer starteten die Show und dabei heizten sie der Menge ordentlich ein. Mit gekonnten Riffs und brutalen Klängen an den Drums konnten sie die Meute zum headbangen begeistern und viele Zuschauer gingen bereits mit Nackenschmerzen in die nächste Runde.

Khroma

Für die Band sind Elektro-Elemente kein Fremdwort. Mit digitalen Klängen, die auf unmenschliche Screams treffen, konnte die Band von sich überzeugen. Heftige Lichteffekte und Nebel, die in Kombination mit nie ausgehender Power zusammentreffen, machten die Show unschlagbar. Somit war jeder auf The Agonist vorbereitet.

The Agonist

Nach einem kleinen Intro kam die Band auf die Bühne und legte mit einhundert Prozent los. Perfide Sounds, die aus der Anlage kamen schafften sie es die Menge zum ersten Moshpit zu bewegen. Neben den immer wieder entstehenden Pit´s waren die ersten Reihen durchgehend am Headbangen bei bekannten Hits der Band. Die Bandmitglieder von The Agonist wussten, wie sie mit der Menge umzugehen haben. Mit jedem Lied bekam die Band mehr Kraft, um die Klänge härter und härter spielen zu können, ebenso spielte die Band viele klassische Agonist-Lieder, was dazu beitrug, dass die Masse wusste, wann Höhepunkte einsetzten und heftige Breakdowns den Pit einleiten können.

Jinjer

Nach dem langen Intro von unerwarteten drei Minuten, startete die Band mit ihrer Show. Ein absoluter Abriss wurde gleich mit dem ersten Lied eingeleitet. Perennial ist das Lied, was sich dazu eignet Bewegung in die Menge zu bringen. Eintönige Basslines, die von Eugene Abdukhanov kommen, gehen sofort in den Magen und lassen diesen im Kreise drehen. Zusätzlich bretterten unspielbare Rhythmen von Vladislav Ulasevish auf einen ein, die den ganzen Stil von Jinjer nach vorne treiben. Riffs, die schneller wechseln als man schauen kann kommen von Roman Ibramkhalilov und erzeugen eine Mystik, die nur noch von Tatiana Shmailyuk zerstört werden kann. Genau das ist der Moment, wo die komplette Band auf der Bühne steht.

Tatiana kommt auf die Bühne und die komplette Menge rastet aus und jede einzelne Hand wird in die Luft gesteckt. Dann der Breakdown, Stille und ein Scream, der nur von der Hölle kommen kann.
Die Stimmung wird über das ganze Konzert gehalten und steigert sich bei bestimmten Liedern immer um das Doppelte. Judgement treibt die Stimmung nach vorne, denn das ist das bekannsteste Lied der neuen Platte Macro und das weiß die Menge, denn es wird ein Riesen Moshpit geöffnet, der über das ganze Lied anhält. Tatiana feuert und heizt der Masse ein, denn diesen Anblick möchte jeder für einen längeren Zeitraum genießen können.
Die weiteren Liedern gingen unter die Haut und damit zeigt Jinjer, dass sie On The Top sind. Sie haben es geschafft in extrem kurzer Zeit die Spitze zu erklimmen, während Sie dabei bodenständig belieben sind, anstatt große Hallen zu füllen, entscheiden Sie sich die gemütlichen kleinen Hallen mit groovigen, progressiven Klängen einzuheizen.

Beendet wird das Konzert mit Pisces, dem wohl bekanntesten Jinjer-Hit, dieser wurde bereits 28 Millionen Mal auf YouTube gestreamt. Gleich bei den ersten Strophen gehen Hände, Lichter und Feuerzeuge in die Höhe, es herrscht schon fast eine romantische Stimmung, die wie jeder weiß, von klirrenden Gitarrenseiten und dumpfen Basstönen verstört wird. Die Drums schmettern auf einen ein, während Tatiana mit Crowls die Aufmerksamkeit auf sich zieht, doch nicht nur Tatiana, sondern auch die Masse kennt den Text und es wird fleißig mitgesungen. Eine absolute Gänsehaut, die die Band geschaffen hat und dieser Moment wird von jedem genossen. Manche nehmen sich in den Arm und schunkeln im Takt bis es in Schmerzen bereitendes Headbangen übergeht. Danach Schluss, die Band verneigt sich vor den Zuschauern und verlässt die Bühne.

Résumé

Ein absolut genialer Abend, bei dem alles gepasst hat. Die Kombination der Bands, der Sound, die urige Konzerthalle und natürlich die Moshpits.
Man konnte sich in keinerlei Hinsicht Beschweren, jede Vorband wurde von den Zuschauern akzeptiert und es standen immer Leute vor der Bühne, was ein sehr schöner Anblick war.

Jinjer als massive Hauptband hat die Härte gegeben, die man sich von ihnen erhofft hatte und darüber hinaus noch mehr. Die Band hat im Vergleich zu der Tour mit Arch Enemy sehr viel dazu gelernt und an Erfahrung gewonnen, was man direkt auf der Bühne sehen kann. Es steckt unglaublich viel Energie in der Show und dominiert wird das Ganze von gesanglichen Fähigkeiten Tatianas. Unterstützt von groovigen Basslines und unbegreiflichen Gitarrenriffs, die wiederum gegen den Rhythmus von Vladislav Ulasevish arbeiten, was ein musikalisches Wunderwerk entstehen lässt. Ein insgesamt großes Durcheinander, was im Gesamten ein brutales Werk ergibt, welches man nicht verstehen, sondern nur genießen kann.

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Bildnachweis: Moshpit Passion.