Much The Same – „Everything Is Fine“ (VÖ: 26.08.19)

Much The Same – „Everything Is Fine“ (VÖ: 26.08.19)

Much The Same – „Everything Is Fine“ – Das neue Album der US-Skate-Punk-Band wurde am 26.08.2019 veröffentlicht und liefert uns für Ende August die geballte Ladung Punkrock! Wir schauen uns die neuste Platte „Everythng Is Fine“ gemeinsam an!

Infos zur Band

Die Punkband Much The Same gründete sich 1999 unter dem Namen „Don’t Look Down“. 2001 benannte sich die Band in Much The Same um und veröffentlichte ihre erste EP „Caught Off Guard“. Unter AF-Records veröffentlichte die Band im Jahre 2003 ihr erstes Album „Quitters Never Win“. Drei Jahre später erschien ihr vorerst letztes Studio-Album namens „Survive“ unter Nitro Records. 2007 löste sich Much The Same auf und fand sich 2011 zu einer Reunion wieder zusammen. Nach einigen Touren und einigen Jahren nach ihrer letzten Platte meldeten sich die Punks 2019 mit der Single namens „Snake In The Gras“ zurück aus dem Studio.

Werfen wir also einen Blick auf das neuste Werk der Band aus Chicago, Illinois. Vorerst gehen wir auf den Sound der Platte ein. Anschließend begutachten wir die lyrische Arbeit und als dritten Punkt schauen wir uns die Performance der Band an.

Sound – Die guten alten 2000er–Pop Punk–Zeiten

Der Sound von „Everything Is Fine“ klingt auf den ersten Blick ziemlich fett. Auf den zweiten Blick auch. Und auf den dritten Blick ebenfalls. Neben dem fetten Drum und der powervollen Gitarre macht der E-Bass bei dieser Platte einen außerordentlich wichtigen Job. Und den macht er mehr als gut! Durch den klaren Klang, der diesen typisch knochigen Precision-Bass-Sound hat, dient der Bass hier als Sound-Grundgerüst und fungiert als tonaler Teppich, welcher die Gitarren und die Main-Vocals mit einem breiten Volumen untermalt.

Der kratzige Distortion-Sound der Gitarren und die klaren Vocals geben dem Album den typischen Skate Punk-/ Pop Punk-Sound, der uns an die guten alten späten 1990er und frühen 2000er erinnert, als das Genre durch Bands wie NOFX, The Offspring, Sum 41, Blink 182 oder Pennywise anfing zu boomen. Einige Besonderheiten gibt es natürlich auch: Der fünfte Track „Man of Science, Man of Faith“ fängt mit einem 8-Bit-Loop an, der die Melodie des Songs anteasert. Es klingt danach, als würde man in einem guten alten Videospiel feststecken und von jetzt auf gleich in den Punk katapultiert werden. Ebenso sticht der Song „In The Event Of…“ heraus. Dieser wird nämlich komplett auf einer Ukulele gespielt und lediglich mit den Main Vocals und weiblichen Back Vocals begleitet. Ein Pfeifsolo lässt den Song ausklingen und wirft uns mit dem nächsten Track „Passangers“ wieder in den Punkrock zurück.

Texte – Romantik! Nein, nicht das Liebeszeug!

Wie die lyrische Arbeit von Much The Same aussieht? Melancholisch, romantisch, nachdenklich? So in etwa kann man die Texte auf „Everything Is Fine“ beschreiben. Der Opener „Burning“ eröffnet die Platte mit einer Portion Liebeskummer. „My hands are shaking, her words are breaking, my concentration and I can’t tell her why“, so die ersten Worte des Lyrics, geben uns die klassischen Pop Punk – Liebeskummerthematik wieder. Auch Romantik spielt eine Rolle auf der Platte. Nein, nicht die kitschige Liebesromantik. Es geht um die Romantik, die Naturverbundenheit, Existenz und gar etwas Philosophisches darstellt. Ihr wisst nicht was ich meine? Ich zeige es euch:

This house isn’t the same, it’s worn and rotting
It’s lost its soul like its inhabitants
There’s no mercy for the weak
And the future’s looking bleak
Wish I could say I thought that you did your best
A reason you’re a coffin made of flesh
Wish you could be yourself, you were never anyone else

You said you’re scared you won’t see me in Heaven
But I don’t see you now anyway
You used to have a garden
It was beautiful, I miss it every day

Auf den ersten Blick wirkt der Textausschnitt etwas oberflächlich. Schaut man sich die bildliche Sprache genauer an wird klar, dass das ganz schön deepes Zeug ist. Das Haus, das verrottet, wie die Seele der Bewohner, du bist ein Sarg aus Fleisch und du sagtest, dass du dich davor fürchtest, wenn du mich nicht im Himmel siehst. Solche Metaphern und Vergleiche zu Themen wie Tod und Verlust finden wir immer wieder auf der Platte.

Performance – Speed, Riffs und breite Vocals

Als letztes schauen wir uns die musikalische Performance der Band an. Es geht hier nicht um den einfachen Skate Punk/ Pop Punk, sondern um viel mehr. Besonders fällt auf, dass Much The Same viel Abwechslung bietet. Gerne neigen Bands des Genres oft dazu immer und immer wieder dieselben Akkordreihenfolgen zu benutzen. Das macht Much The Same nicht direkt. Viele klassische 4-Akkord-Songs werden durch anspruchsvolle Bass-Riffs und starken Drum-Fills ergänzt und vertuschen das Phänomen der musikalischen Wiederholung. Außerdem bietet die Band uns neben vielen kreativ gestalteten Gitarren-Riffs auch eine starke Gesangs – Performance. Sowohl zweistimmige, als auch dreistimmige Vocals zeigen uns, dass sich Much The Same ordentlich reingekniet hat. Alles in allem kann man sagen, dass wir von Much The Same eine starke Skate Punk Performance geboten bekommen.

Fazit

Also was bietet uns die neuste Platte von Much The Same? Im Grunde gibt es das, was man von einer Skate Punk–/ Pop Punk – Band erwartet: Fetter Sound, eine priese Melancholie, Geschwindigkeit und volle Power. Das alles zusammengemixt funktioniert bei „Everything Is Fine“ richtig gut! Der Charakter der melancholischen romantischen Texte spiegelt sich in den Melodien und in der Performance wieder und gibt uns genau das, was wir von einer guten Pop Punk Band erwarten!

Also: Ihr steht auf richtig guten Skate Punk/ Pop Punk? Dann ist „Everything Is Fine“ von Much The Same DIE Platte, die ihr dringend hören müsst!

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Cover + Tracklist

  1. Burner
  2. Snake in the Grass
  3. You Used to Have a Garden
  4. Haunted
  5. Man of Science, Man of Faith
  6. Homecoming
  7. Strangers in Fiction
  8. In the Event of…
  9. Passengers

Bildnachweis: Much The Same, amazon.