Punk Goes Acoustic Vol. 3 (VÖ: 26.07.19)

Punk Goes Acoustic Vol. 3 (VÖ: 26.07.19)

Punk Goes Acoustic Vol. 3 ist ab Freitag, den 26. Juli. 2019 als Download oder zum Streamen verfügbar. Die erfolgreiche „Punk Goes…“ – Reihe bringt bereits das dritte Album zu Punk Goes Acoustic raus und schenkt uns damit eine weitere Compilation, gefüllt mit Punksongs, welche gänzlich auf schnelles drumming, raue Gitarren und elektronischer Energie verzichten. Die Platte ist mit 12 Tracks gefüllt, die trotz fehlendem Gitarren-Distortion-Effekt, genug Power transportieren.

Zur Punk Goes… – Reihe

Die „Punk Goes…“ – Reihe wurde von Fearless Records mit Punk Goes Metal im Jahre 2000 eingeführt und hat bis heute 18 verschiedene Compilations veröffentlicht. Am bekanntesten ist dabei die Punk Goes Pop – Reihe, die zuletzt 2017 mit Vol. 7 fortgeführt wurde. Das Konzept dahinter ist einfach: Punk-Bands covern bekannte Pop-Stücke und performen diese auf ihre Art. Dasselbe gilt natürlich für Punk Goes Metal. Dabei setzte sich Fearless Records keine Grenzen und veröffentlichte in knapp zwei Jahrzenten auch exotischere Compilations wie Punk Goes – 80s/-90s/-Classic Rock oder sogar -Christmas. Darunter wurden im Laufe der Zeit nicht nur reine Punk-Bands engagiert, sondern auch Hardcore/Metalcore-Bands wie ICE NINE KILLS, A Day To Remember oder August Burns Red.

Der erste „Punk Goes…“ – Scheibe: Punk Goes Metal, 2000
Punk Goes Pop Vol. 2 erreichte sogar Platz 15 der amerikanischen Billboard-Charts!

 

Volume 1 von Punk Goes Acoustic erschien im Jahre 2003

Punk Goes Acoustic

Punk Goes Acoustic schweift etwas von dem eigentlichen Konzept ab. Hierbei spielen die Bands keine fremden Songs, sondern covern ihre eigenen Stücke als Akustik-Version. Im Jahre 2003 erschien die erste Punk Goes Acoustic – Platte, und wurde 2007 mit Vol. 2 fortgeführt. Etwas mehr als 12 Jahre hat es gedauert, bis dieses Jahr mit Vol. 3 die dritte Variante von Punk Goes Acoustic erscheint. Werfen wir nun einen Blick auf die Scheibe und schauen, ob Punk Goes Acoustic Vol. 3 wirklich rein auf den Akustik-Sound setzt!

E-Gitarren und Drum-Sticks bleiben im Schrank

…So lautet hier das Motto. Die Band Dance Gavin Dance eröffnet die Platte mit ihrem Song „Story Of My Bros“ und performen die Nummer akustisch nach. Gerade der starke Gesang von Frontmann Tilian Pearson überzeugt hier. Auch wenn die Screams von Jon Mess fehlen, transportiert der Track dennoch die Power, die im Original steckt. Auch die nächsten beiden Tracks, „Act Appalled” (Circa Survive) und „A Decade Under The Influence” (Taking Back Sunday), zeigen ihre volle Pracht. Beide Songs lassen sich dem Pop-Punk-Genre zuordnen und eignen sich damit ideal, um als Akustik-Version performt zu werden.

Ok, jetzt holen wir die Drumsticks raus

Der Einstieg der Platte wurde noch relativ minimalistisch gehalten, was die Instrumentenauswahl anging. Lediglich beim zweiten Track gab es neben der Akustik-Gitarre noch ein leichtes Schlagzeug, bespielt mit einem Jazz-Besen, um die ruhige Atmosphäre zu bewahren. Die folgenden Tracks heben sich davon etwas ab. Der fünfte Track (Take This To Heart) und der siebte Track (A Boy Brushed Red Living In Black And White) setzen dabei auf ein vollwertig klingendes Schlagzeug, was das Soundniveau der Platte etwas nach oben treibt, jedoch die entspannte Atmosphäre nicht negativ beeinträchtigt. Auch die Piano-Klänge im sechsten Track, „Colorblind“ tragen dazu bei, dass der ruhige Charakter der Compilation bestehen bleibt.

Warum kommt jetzt ein elektronischer Beat?

Und plötzlich kam ein elektronischer Beat. Der achte Titel von Punk Goes Acoustic Vol. 3, „Come Out To LA“ hebt sich von den restlichen akustischen Punkrock-Songs ab. Die Band Don Broco, die den Song performt, hält sich ziemlich an ihr Original, welcher weniger nach Punkrock klingt, sondern eher Richtung Pop-Rock geht und mit elektronischen Synth-Elementen bestückt ist. Die Version auf der Compilation verzichtet gänzlich auf Akustik-Gitarren und besteht im Grunde nur aus Synthesizern und einem elektronischen Beat. Leider fällt der Song hier ziemlich negativ aus. Er ist nicht schlecht, hebt sich aber vom Genre her enorm ab und passt vom Stil leider weniger auf die Platte.

Der Abschluss der Platte

Die letzten vier Tracks des Albums sind wieder voll und ganz unplugged und bieten uns das, was wir schon am Anfang bekommen haben: Entspannte Gitarren-Klänge und emotionsgeladenen Gesang. Dabei sticht vor allem „Wolf In Sheep’s Clothing“ positiv heraus. Die Band Set It Off performt ihren Song mit einer sehr starken Unplugged-Version und zeigt damit, dass man auch ohne Elektronik Power ohne Ende mit akustischer Musik liefern kann.

Fazit

Punk Goes Acoustic Vol. 3 hat musikalisch auf jeden Fall einiges zu bieten. Starke Bands, die Power beladene Punkrock-Songs vollkommen unplugged performen und uns diese, als „ruhige“ Versionen präsentieren. Zwar passt „Come Out To LA“ musikalisch nicht gerade zum Charakter der Compilation, hat aber dennoch seine Daseinsberechtigung auf der Platte. Letztlich bietet uns Punk Goes Acoustic Vol. 3 einige entspannte Unplugged-Punkrock-Tracks, die man gemütlich an warmen Sommertagen oder -nächten genießen kann!

Cover + Tracklist

  1. Dance Gavin Dance – „Story Of My Bros“
  2. Circa Survive – „Act Appalled“
  3. Taking Back Sunday – „A Decade Under The Influence“
  4. Dashboard Confessional – „Screaming Infidelities feat. Abigail“
  5. Mayday Parade – „Take This To Heart“
  6. Movements – „Colorblind“
  7. Underoath – „A Boy Brushed Red Living In Black And White“
  8. Don Broco – „Come Out to LA“
  9. Set It Off – „Wolf in Sheep’s Clothing“
  10. As It Is – „Okay“
  11. Grayscale – „Atlantic“
  12. The Almost – „Hand Grenade“

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Bildnachweis: Fearless Records.