Quiet Riot – „Hollywood Cowboys“ (V.Ö. 08.11.2019)

Quiet Riot – „Hollywood Cowboys“ (V.Ö. 08.11.2019)

November 7, 2019 Aus Von Weischi

Quiet Riot – „Hollywood Cowboys“ (V.Ö. 08.11.2019)

Am 08.11.2019 erscheint „Hollywood Cowboys“, dass neueste Album der US-amerikanischen Hardrock Legende Quiet Riot.

Die in Los Angeles beheimatete Combo war in den Achtzigern die erste Metalband überhaupt, die die Spitze der US Pop Charts erklimmen konnte. Ihr 1983 erschienenes Album „Metal Health“ war ein astreiner Kassenschlager und die darauf enthaltenen Singles „Cum On Feel The Noize“ und „Bang Your Head (Metal Health)“ wurden damals auf MTV rauf und runter gespielt.

Seitdem sind einige Jahrzehnte vergangen und die Band ist immer noch aktiv. Allerdings ist der Ruhm von einst längst verblasst. Die letzte Veröffentlichung mit der Quiet Riot die US Charts erreichen konnten, liegt über 30 Jahre zurück und trotz zahlreicher weiterer Alben haben die Jungs es bis heute nicht geschafft wieder auf einem grünen Zweig zu kommen.

Soviel vorweg, auch „Hollywood Cowboys“ steht unter keinem guten Stern. Zum einen hat sich Frontmann James Durbin kurz vor dem Release des Longplayers schon wieder von der Band verabschiedet und zum anderen sieht sich der Schlagzeuger Frankie Banali mit einer schrecklichen Krankheit konfrontiert. Er ließ über Facebook und Instagram mitteilen, dass bei ihm bereits im April diesen Jahres Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt worden ist.

Musikalischer Einheitsbrei

Musikalisch leidet „Hollywood Cowboys“ ähnlich wie sein Vorgänger „Road Rage“ vor zwei Jahren unter einer gewissen Lustlosigkeit. Ich weiß nicht ob es alleine an der gewöhnungsbedürftigen Stimme von James Durbin liegt oder einfach daran das hier absolute 08/15 Stangenware dargeboten wird. Dabei ist der Albumopener „Don’t Call It Love“ als Einstieg gar nicht mal so übel, das Ding ist ein solider Rocker und geht einigermaßen ins Ohr, haut dich aber auch nicht wirklich aus den Socken. „In The Blood“ ist gesangstechnisch eine einzige Frechheit, der Song klingt über die gesamte Strecke so, als ob Durbin absichtlich immer einen Ton zu niedrig singen würde.

Ein weiterer Tiefpunkt ist das bluesrockig gehaltene „Roll On“, ich schwöre bei Gott, bei dem Song ist mir das Gesicht eingeschlafen. So belanglos und lahm ist das alles. „Hellbender“ und „Wild Horses“ sind in dem generischen Allerlei zwei kleinere Highlights, der komplette Rest des Longplayers ist aber dennoch total indiskutabel. Für eine Band, die früher mal echte Rockgeschichte geschrieben hat eindeutig zu wenig.

Es tut mir in der Seele weh, aber für „Hollywood Cowboys“ kann und will ich keine Empfehlung aussprechen.

Cover, Tracklist & Line-Up

1. Don’t Call It Love

2. In The Blood

3. Heartbreak City

4. The Devil That You Know

5. Change Or Die

6. Roll On

7. Insanity

8. Hellbender

9. Wild Horses

10. Holding On

11. Last Outcast

12. Arrows And Angels

Line-up:

Frankie Banali – Schlagzeug

Alex Grossi – Gitarre

Chuck Wright – Bass

James Durbin – Gesang

Bildnachweis: Frontiers Music Srl .