Rock Hard Festival 2026 – Der Sonntag (24.05.2026)
Das Rock Hard Festival 2026 im Amphitheater Gelsenkirchen bot vom 22. bis 24. Mai drei Tage voller kraftvoller Metal-Performances. Der Sonntag, 24. Mai, krönte das Pfingst-Wochenende mit sonnigem und warmem Wetter. Bei Temperaturen um die 27 Grad Celsius und nur wenigen Wolken genossen die Besucher perfekte Open-Air-Bedingungen. Die Stimmung blieb den ganzen Tag entspannt und energiegeladen.
Der Auftakt des Sonntags: Frische Energie nach starken Freitag-Shows
Nach dem intensiven Freitag, der mit starken Auftritten von Bands wie Armored Saint und Angel Witch überzeugt hatte, startete der Sonntag mit frischem Schwung. Viele Besucher berichteten von der hohen Energie des ersten Tages, die sich nahtlos in den letzten Festivaltag trug. Die Menge war motiviert und bereit für weitere Highlights.
Smorrah: Brutaler Einstieg in den Sonntag
Den Sonntag eröffneten die Local Heroes von Smorrah. Nachdem Basser Kraje die Band im vergangenen Jahr verlassen hat, um sich ganz auf seine eigene Formation Old Ruins zu konzentrieren, wird die Truppe aktuell vom ehemaligen Kreator- und heutigen Bonded-Bassisten Christian „Speesy“ Giesler unterstützt. Die Jungs um Sänger Marius waren demnach auch komplett motiviert und drückten ein beeindruckendes Set in die schon beachtlich große Menge.
Ihr Mix aus Thrash und Death Metal mit einem Hauch Hardcore ging ordentlich nach vorne. Marius peitschte das Publikum ohne Unterlass an und sammelte mit seiner authentischen Ruhrpottschnauze jede Menge Bonuspunkte. Es war cool zu sehen, dass sich Smorrah mittlerweile eine beachtliche Fangemeinde in der Region aufgebaut haben, was die starken Reaktionen im Rund deutlich zeigten. Publikum und Band waren gleichermaßen mitgerissen – und ich glaube, ich habe am Ende sogar ein kleines Tränchen in Marius‘ Augen gesehen. (Stelle)
The Neptune Power Federation: Mitreißender Rock mit epischen Elementen
The Neptune Power Federation folgte mit einem energiegeladenen Auftritt. Die Band verband klassischen Hard Rock mit progressiven und epischen Einflüssen. Ihre mitreißenden Melodien und dynamischen Songs sorgten für erste Circle Pits und lauten Gesang im Publikum. Das Set bot eine willkommene Abwechslung und unterstrich die Vielfalt des Festivals.
Nailed to Obscurity: Atmosphärischer Death Metal aus Deutschland
Nailed to Obscurity kennen seit einigen Jahren nur einen Weg: den nach oben. Die sympathischen Ostfriesen konnte ich bereits im letzten Jahr zum Release ihres aktuellen Albums im niederländischen Maastricht vor einer leider sehr überschaubaren Menschenmenge sehen und war schon damals sehr angetan von der Show.
Auch auf dem Rock Hard Festival wusste die Band erneut zu überzeugen. Da sie am Nachmittag spielten, konnte ihre coole Bühnendeko mit den LED-Röhren im Hellen naturgemäß nicht ganz die gleiche Wirkung erzielen wie in einem dunklen Club, aber das tat dem Auftritt keinen Abbruch. Geboten wurde ein schöner Querschnitt durch ihr Schaffen, mit klarer Priorität auf dem aktuellen Album „Generation of the Void“.
Ihr Mix aus Melodic Death Metal, Doom und einem Schuss Progressive Metal – das Ganze angenehm modern interpretiert – gefiel vor allem den Leuten, die auf Bands wie Paradise Lost, Opeth, My Dying Bride, Dark Tranquillity oder Anathema stehen. Richtig gut. In dieser Form kann es für die Truppe eigentlich nur weiter aufwärts gehen. (Stelle)
Lucifer: Okkulte Atmosphäre und doomige Grooves
Lucifer sorgten für eine mystische Stimmung auf der Bühne. Mit ihrem doomigen Sound und okkulten Vibes zogen sie die Zuschauer in ihren Bann. Die Band spielte Songs, die sowohl heavy als auch melodisch waren. Besonders die kraftvolle Performance der Sängerin blieb vielen in Erinnerung.
Gus G. & Ronnie Romero: Virtuose Gitarrenkunst und kraftvoller Gesang
Gus G. zusammen mit Ronnie Romero boten ein Highlight für Freunde des melodischen Metals. Der griechische Gitarrist zeigte sein beeindruckendes Können, während Ronnie Romero mit seiner ausdrucksstarken Stimme glänzte. Das Set war technisch versiert und voller Leidenschaft. Viele Besucher lobten die musikalische Qualität und die Spielfreude des Duos.
Uli Jon Roth: Besonderes Virgin Killer-Set
Uli Jon Roth begeisterte mit einem speziellen Set zum 50-jährigen Jubiläum des Scorpions-Albums „Virgin Killer“. Der legendäre Gitarrist spielte mit hoher Präzision und Emotion. Seine Interpretationen der klassischen Tracks weckten bei vielen Festivalbesuchern nostalgische Gefühle. Das Set galt als eines der musikalischsten Momente des gesamten Wochenendes.
Das große Highlight: Mikkey Dee mit Motörhead-Classics
Der absolute Höhepunkt des Sonntags war das Zusammenspiel von Mikkey Dee und Saxon. Mikkey Dee, der ehemalige Motörhead-Schlagzeuger, trat mit Freunden auf und spielte eine Auswahl legendärer Motörhead-Klassiker. Die Performance war roh, energiegeladen und voller Respekt vor Lemmy. Die Menge tobte bei Hits wie „Ace of Spades“ oder „Overkill“. Die Atmosphäre war elektrisierend.
Rock Hard Festival 2026 – Der Sonntag: Saxon als Headliner
Direkt im Anschluss lieferten Saxon als Headliner einen würdigen Abschluss. Die britischen NWOBHM-Legenden spielten eine Setlist voller Hits und zeigten, warum sie zu den Größen des Genres gehören. Biff Byford und seine Band sorgten mit Songs wie „Princess of the Night“ für Gänsehautmomente. Das Zusammenspiel mit dem vorausgegangenen Mikkey Dee-Auftritt machte diesen Abschnitt zu einem unvergesslichen Festival-Moment.
Fazit: Ein starkes Festival-Wochenende
Der Sonntag des Rock Hard Festivals 2026 bot von den ersten Bands bis zum großen Finale eine durchgehend hohe Qualität. Das sonnige Wetter, die begeisterte Community und die starken Auftritte machten den Tag zu einem gelungenen Abschluss eines erfolgreichen Metal-Festivals. Viele Besucher nahmen nicht nur neue Erinnerungen, sondern auch die Vorfreude auf das nächste Jahr mit nach Hause. Das Rock Hard Festival bleibt ein Muss für jeden Metal-Fan in Deutschland.
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