Royal Republic – „Club Majesty“ (VÖ: 31.05.2019)

Royal Republic – „Club Majesty“ (VÖ: 31.05.2019)

Juni 4, 2019 Aus Von Deku

Royal Republic – „Club Majesty“ (VÖ: 31.05.2019)

Am 31. Mai 2019 veröffentlichte die schwedische Rockband Royal Republic ihr fünftes Studio-Album „Club Majesty“ und beschallen uns ein weiteres Mal mit groovigen Beats, heißen Gitarren-Riffs und rockigem Funk. Die im Jahre 2007 in Malmö, Schweden gegründete Band bestehend aus Per Andreasson (Schlagzeug), Jonas Almén (Bass), Hannes Irengård (Gitarre) und Frontmann Adam Grahn (Gesang, Gitarre) investierten auch ein fünftes Mal ihr ganzes musikalisches Talent in ihre neue Scheibe.

Internationale Bekanntheit erlangten die fünf Musiker vor allem durch ihre Single „Tommy-Gun“, die in den MTV Rockcharts auf Platz 1 landete, und durch diverse Auftritte mit Bands wie Blink 182, Die Toten Hosen oder den Donots. Außerdem spielten Royal Republic 2013 erstmals bei Rock am Ring und Rock im Park und erreichten damit ebenfalls ein breites Publikum in Deutschland. Weitere Reviews findet ihr HIER.

 

Feuer, Funk und Rock ’n’ Roll

Der Anfang von „Club Majesty“ knallt ordentlich. Ein grooviges Gitarrenriff und ein Scream von Adam Grahn lässt die Vorhänge fallen und der erste Track „Fireman & Dancer“ leitet die Scheibe mit viel Power ein. Die folgenden Tracks setzen weniger auf Speed, sondern auf groovige Drumbeats und melodischen Gesang. „Can’t Fight The Disco“ fällt besonders dadurch auf. Die cleane Rhythmusgitarre wird von gelegentlichen, kurzen Gitarrensoli untermalt und stellt gewollt den Gesang in den Fokus. Die Band setzt auf voll klingende Refrains bestehend aus vielen Back-Vocals und mehreren Hauptgesangsspuren, während die Strophen oftmals von Adam Grahns tiefer Gesangstimme geleitet werden.

Der dritte Track des Albums „Boomerang“ hat ein einprägendes Riff und baut von Strophe zu Refrain viel Energie auf, was vor allem an den clever verknüpften Akkordreihenfolgen liegt. „Under Cover“ fällt vor allem durch den funkigen Gitarrensound und den Synthesizer im Refrain auf. Der eher elektronische Refrain klingt dennoch nicht befremdlich, da der Groove und die Energie keineswegs verloren gehen. Außerdem fallen bei den ersten vier Tracks die gelegentlich einsetzenden Bläser auf, die den Funk-Stil deutlich unterstreichen, und die knackigen Rock ’n’ Roll Soli, welche noch mehr musikalische Power in die Tracks bringen.

Hitze und Dance

Der fünfte Track „Like A Lover“ hebt sich stilistisch vom Rest des Albums ab. Der langsame Beat und der ruhige Anfang bauen den Song nach und nach auf, bis der knallende Refrain einsetzt. Auch wenn der Track der langsamste des Albums ist, hat dieser doch seine ganz eigene Art Energie zu vermitteln. Dadurch, dass die Gitarren rauer klingen und auf groovige und funkige Elemente gänzlich verzichtet wird, ist der Song eine stilistische Ausnahme des Albums. Gerade der Gesang ist ausschlaggebend für den Kontrast zwischen den ruhigen Passagen in den Strophen und den energischen Refrains, womit „Like A Lover“ Hitze und erotische Energie ausstrahlt.

Nach diesem Cut lässt sich das letzte drittel des Albums in einem Stil zusammenfassen: 1970s Disco! Der Sound setzt noch mehr auf Groove und Rhythmus. Auch an Synth-Elementen wurde nicht gespart und die Bläser werden öfter eingesetzt, als noch am Anfang des Albums. Der Gesang besitzt mehr Hall, Gitarren und Bass spielen ausschließlich funkige Rhythmen und das Schlagzeug setzt auf typische Dance- bzw. Off-Beats. Gerade der Track „Flower Power Madness“ besteht hauptsächlich aus diesen Elementen. Hervorzuheben ist hier vor allem Adam Grahns Gesang, der mehrere Oktaven abdeckt und von tiefen Melodien in seine höchst mögliche Kopfstimme steigt.

Gegen Ende des Albums präsentieren uns Royal Republic mit „Anna Leigh“ einen Track, der uns direkt in die siebziger zurückbefördert. Auch wenn der Song nach einem ziemlich typischen Radio-Track klingt, schafft es die Band, den Songs authentisch nach einer Siebziger-Jahre-Single klingen zu lassen. Der elfte und letzte Song des Albums „Bulldog“ schließt die Platte mit viel Power ab. Ordentlich Geschwindigkeit, Rock ’n’ Roll Riffs und knallender Gesang machen den zwei Minuten Track zu einem gelungenen Abschluss von „Club Majesty“.

Fazit: Siebziger Zeitgeist in 35 Minuten

Während sich Royal Republic musikalisch mit ihrer Debütplatte „We Are The Royal“ (2010) oder dem zweiten Album „Save The Nation“ (2012) eher im Garagen-Rock-Genre bewegten und einen raueren Sound besaßen, konzentriert sich „Club Majesty“ nun auf einen klaren Sound, der aus teils cleanen Gitarren und elektronischen Synth-Elementen besteht, aber ebenfalls durch rockige Soli und funkige Wah-Wah-Sounds keineswegs die Power der schwedischen Rocker missen lässt.

Es sei nebenbei gesagt, dass sich beim Durchhören der Platte die Füße nicht stillhalten lassen. Neben den groovigen Drumbeats und den anspruchsvollen Gitarrenriffs bringt Adam Grahn mit seiner tiefen und vollen Gesangsstimme Bewegung in die Körper der Hörer. Auch wenn die Platte aus gerade mal elf Tracks besteht und sich in guten 35 Minuten durchhören lässt, versprüht die Band damit einen gewissen Oldschool-Duft und man bekommt das Gefühl von jugendlicher Freiheit und den Diskozeitgeist der siebziger Jahre vermittelt.

Das neuste Album „Club Majesty“ von Royal Republic ist ab dem 31.05.2019 erhältlich!

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Cover + Tracklist

  1. Fireman & Dancer
  2. Can’t Fight the Disco
  3. Boomerang
  4. Under Cover
  5. Like a Lover
  6. Blunt Force Trauma
  7. Fortune Favors
  8. Flower Power Madness
  9. Stop Movin’
  10. Anna-Leigh
  11. Bulldog

Bildnachweis: Nuclear Blast, Leo Akesson.