The Crimson Ghosts sprechen über das DONG 2019

The Crimson Ghosts sprechen über das DONG 2019

Mai 7, 2019 Aus Von Kjo

The Crimson Ghosts sprechen über das DONG 2019

Der Mai ist da und es sind nur noch zwei Kalendermonate, dann schlängt es wieder Dong. Wer noch keine Tickets hat, der sollte sich bald HIER welche kaufen. Wir führten mit Jackal und Monstro ein netten Plausch über die Band und deren Auftritt über das Festival with a View. Wir wünschen euch viel Spaß! Wenn ihr noch weitere Interviews von DONG 2019 Teilnehmern nachlesen wollten, HIER geht es zur Übersicht.

Halloween im Sommer und guter Partylaune

Stellt euch doch bitte den Lesern von Moshpit Passion und den Besuchern des Dong Open Air`s 2019 vor. Wer seid ihr, wer ist für was bei euch zuständig?

J.: Wir sind die Crimson Ghosts, gegründet 2001 in Köln. Die eigentliche Idee war, an Halloween 2002 einmalig eine Show mit Misfits Coversongs auf die Beine zu stellen, aber dann verselbstständigte sich das Projekt und so können wir nun auf fünf Alben, zwei EPs (natürlich alles Eigenkompositionen), diverse Touren, Festivals und zig Einzelshows in ganz Europa zurückblicken. Nach einer Zwangspause, die durch einen krankheitsbedingten Besetzungswechsel kam, schaut unser Line-up aktuell wie folgt aus:

Jackal – Gitarre, Gesang
Vlad – Gesang
Monstro – Bass, Gesang
Old Nick – Drums, Gesang

Was waren bis jetzt eure wichtigsten Meilensteine, die ihr als Band erreicht habt und was wollt ihr mit der Band erreichen?

M.: Das Release vom ersten Album war definitiv ein Meilenstein! Ich würde auch die ersten Auslandstouren als Meilensteine bezeichnen. Große Festivals in Tschechien mit namenhaften Bands oder der erste England-Trip. Unser Ziel ist es, so viele Gigs an so vielen Orten wie möglich zu spielen.

Beschreibt eure Musik doch mal für die, die euch noch nicht gehört haben. Welche drei Bands passen zu dem, was ihr macht?

J.: Wir setzen uns selbst keine großen Grenzen und gehen daher gerne auch mal in Extreme rein. Auf unserem neuen Album finden sich z.B. für das Genre eher untypische Blast Beats, aber auch sehr finstere Doom Passagen und das alles, ohne die melodischen Mitsing Parts außen vor zu lassen. Ich denke, das ist ein ziemlicher Spagat, hat aber bisher verdammt gut funktioniert, wie man bei den Konzerten sieht. Beeinflusst werde ich beim Songwriting von so ziemlich allem an Musik, was ich höre, sei es Black Metal, Punkrock oder auch von Soundtracks.

Erzählt uns doch bitte etwas über eure Alben/E.P.`s. Was treibt euch an Musik zu machen?

J.: Was kann es Besseres für einen Musiker geben, als genau die Musik zu kreieren, die man selber hören möchte und zu realisieren, dass es viele Leute gibt, die das Ganze dann ebenfalls komplett abfeiern? Es ist einfach ein sehr glücklicher Zufall, dass mein Musikgeschmack offensichtlich den Nerv anderer Menschen trifft, ohne die auch die Teilnahme am DOA nicht stattfinden würde.

Wann, wie und wo kann man euch als „kleine Band“ am besten unterstützen?

M.: Kommt auf die Konzerte! Früher war nicht alles besser, aber es wurde mehr Zeit in Konzertbesuche investiert. Man reiste auch für “kleinere” Bands schon mal hunderte von Kilometern in die Lande.

J.: Ja, die Leute scheinen irgendwie faul zu werden, da muss mal wieder etwas Elan rein, denn Netflix überträgt keine Underground Konzerte! Aber wir wollen uns nicht beklagen, solange wir unsere Die Hard Fans haben, die uns sogar schon bis Italien begleitet haben!

Bitte zeigt den Lesern ein Musikvideo von euch, damit wir uns einstimmen können und erklärt, worum es in dem Track geht und warum ihr genau diesen ausgewählt habt.

J.: Hier unser Video zum Song Nearly Free vom aktuellen Album „Yet Not Human“

Der Song repräsentiert sehr gut, was unsere musikalische Mischung ausmacht. Härte, ohne dabei unkontrolliert ins Geshredder abzudriften und Refrains, die sofort ins Ohr gehen.

Warum spielt ihr auf dem DONG? Habt ihr einen persönlichen Bezug zum Festival? Was macht es so besonders?

M.: Für uns ist es das zweite Mal, dass wir auf dem Dong spielen dürfen! Für mich hat das DOA ein besonderes Flair. Eine gute Mischung von großen und kleinen Bands, die Location auf dem Hügel ist der Wahnsinn und es ist nicht so unangenehm voll! Bei unserem ersten Besuch haben wir sofort gemerkt, dass dort eine ganz besondere, fast familiäre Stimmung herrscht.

Wie fühlt es sich an die Stage mit Steel Panther, Alestorm, Kataklysm, Glory Hammer u.v.w. zu teilen? Freut ihr euch nach eurer Show, als Besucher sich unter die Menge zu mischen?

M.: Wir sind jetzt nicht so die Backstage-Sitzer. Nach dem Auftritt kurz verschnaufen, frische Klamotten an und dann geht es raus. Ich für meinen Teil gucke mir so viele Bands wie möglich an und freue mich über jeden Schnack mit Fans und Freunden.

Unsere Leser kennen die letzte Frage bereits und sie stellt einen Bezug zum Magazinnamen her- Könnt ihr uns eine krasse, tolle oder lustige Geschichte erzählen, wo ihr selber im Moshpit mitgewirkt habt?

M.: Da fällt mir sofort das Clash of the Titans 1990 in Düsseldorf mit Slayer, Megadeth, Testament und den Suicidal Tendencies ein! Ich hatte eigentlich den Plan die ganze Zeit vorne zu stehen, um mir Slayer aus der Nähe anzugucken. Dann kamen Suicidal Tendencies, das Intro von “You can´t bring me down” und es war wortwörtlich die Hölle los! So einen Pit habe ich bis heute nicht mehr erlebt. Mein Körper war zeitgleich in der ersten und in der fünften reihe! Herrlich!

J.: Ich war beim gleichen Konzert und habe es genauso erlebt! Wir haben uns kurz noch panische Blicke zuwerfen können und dann sahen wir uns erst nach der Suicidal Show wieder – Was ein wunderbarer Abriss!

Jungs! Fetten Dank für das Gespräch! Wir werden uns auf dem Dong wiedersehen.

Bildnachweis: The Crimson Ghosts.