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    Wacken Open Air 2026 – Der Donnerstag

    By TobiAugust 7, 2026

    Wacken Open Air 2026 – Der Donnerstag

    Der Donnerstag beheimatet traditionell die Night to remember, die sich dieses Jahr mehrere alte Helden untereinader aufteilten: Yngwie Malmsteen, Europe, Savatage und Def Leppard sorgten an diesem Tag für Furore.

    Aber auch auf den kleineren Bühnen gab es Einiges zu entdecken! Heiko schaute sich die Gigs von Therapy?, Life of Agony und Wytch Hazel an.

    Therapy?

    • Therapy? (Foto: Heiko)

    • Therapy? (Foto: Heiko)

    • Therapy? (Foto: Heiko)

    • Therapy? (Foto: Heiko)

    • Therapy? (Foto: Heiko)

    • Therapy? (Foto: Heiko)

    • Therapy? (Foto: Heiko)

    Heiko: Mein Donnerstag ging rockig los mit den Iren von Therapy?, die ich (wie auch meine Kollegen) in erster Linie mit ihrem 1994er Überalbum „Troublegum“ verbinde, welches erwartungsgemäß den Großteil ihres Sets ausmachte. Hits der Marke „Screamager“, „Nowhere“, „Die Laughing“, „Trigger Inside“ oder das fantastische Joy Division-Cover „Isolation“ sind schließlich einfach unverzichtbar und auch live ein echter Genuss.

    Der Mischmasch aus Alternative Rock, Metal, Punk, und Grunge mit simplem, eingängigem Songwriting und großen Hooks ist schlichtweg zeitlos und auch moderne Stücke wie vor allem „Still Hurts“ machen live einiges her.

    Life of Agony

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    • Life of Agony (Foto: Heiko)

    Heiko: Nach Therapy? stand die Louder Stage auch weiterhin im Zeichen der früh-90er-Nostalgie: Weiter ging es nämlich mit Life of Agony aus Brooklyn, New York City. Und wie auch die Iren von Therapy? haben Life of Agony in ihrer langen Karriere zwar auch weitere starke Alben veröffentlicht, sind in erster Linie aber für ein unsterbliches Hammeralbum bekannt: „River Runs Red“ aus dem Jahr 1993.

    Und so verwundert es wenig, dass die Performance der New Yorker vor allem im Zeichen dieses großartigen Alternative-Meilensteins stand. Der einzigartige Stilmix aus brachialem New York-Hardcore und Crossover-Thrash mit emotionalem Doom– und Sludge-Sound, verbunden mit der super charakteristischen, verletzlichen Stimme von Keith Caputo, packt auch 2026 noch ungemein.

    Die Band widmete ihre Show dem kürzlich verstorbenen Wegbegleiter Lou Koller von Sick of it All. Rest in Power!

    Wytch Hazel

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    • Wytch Hazel (Foto: Heiko)

    Heiko: Am frühen Abend gab es auf der Wasteland Stage den absoluten Albtraum eines jeden trven, satanischen Black-Metallers zu sehen: Wytch Hazel aus England. Gekleidet in weißen Roben und bestückt mit zahlreichen Kreuzen (richtig herum!), spielen die Briten höchst melodischen Hard Rock und Heavy Metal, tief verwurzelt in den 70ern und 80ern. Besonders die fantastischen Ashbury lassen sich als großer Einfluss nicht von der Hand weisen. Das christlich-spirituelle Image kann man albern finden, die musikalische Klasse und die großen Ohrwurmqualitäten sprechen aber klar für sich. Nach anfänglichen technischen Problemen, die den Start etwas verzögerten, haben Wytch Hazel die Wartezeit mehr als wieder gut gemacht.

    Yngwie Malmsteen

    Der Saitenhexer Yngwie Malmsteen eröffnete den Reigen des Traditionsstahls an diesem Donnerstag. Musikalisch über jeden Zweifel erhaben präsentierte sich Yngwie in Bestform. Er zeigte, wie stimmungsgeladen sein Gitarrenspiel ist. Neben vielen eigenen Songs schafften es auch „Smoke On the Water“ und „Badinerie“, ein Johann Sebastian Bach – Cover, in die Playlist. Der Auftritt machte Lust auf mehr und war bestens dazu geeignet sich auf die weiteren Acts des Abends einzustimmen.

    Europe

    • Europe

    • Europe

    • Europe

    …it´s the final countdown!“ – Ne ne, so einfach ist das nicht! Europe war die größte positive Überraschung des Donnerstags. Maximale Spielfreude gepaart mit einer nach wie vor super Stimme des Sängers und Gründungsmitglieds Joey Tempest. Die Schweden scheinen eine Frischzellenkur durchlaufen zu haben. Ein bockstarker Auftritt, bei dem nicht nur die Klassiker („Carrie“, „Rock the Night“ „Cherokee“ und Co.) funktionierten, sondern auch die Songs der zweiten Reihe. „Walk the Earth“ und „War of Kings“ von den jüngsten Alben der Band reihten sich nahtlos ein und überzeugten auf ganzer Linie. Dazu noch eine exzellente Bühnenshow, untermalt von Videos – ganz großes Kino! Hinter Savatage war Europe ganz klar das Highlight des zweiten Wacken -Tages!

    Savatage

    • Savatage

    • Savatage

    • Savatage

    Savatage haben im vergangen Jahr bei Ihrer Europa-Tour die Messlatte für Konzerte derart in die Höhe geschraubt, dass ich noch heute (ob der Hitze in der Turbinenhalle) eine Gänsehaut bekomme. So war natürlich die Vorfreude riesig, wie sich die Amis dieses Jahr auf der Wacken – Bühne schlagen werden. Mit einer leicht veränderten Setlist im Gepäck nahm die Band von Minute Eins an keine Gefangenen! Es ist so schön, dass die Band aus Ihrer Pause zurück ist. Wenn die Pause dafür gesorgt hat, dass diese unbändige Energie und Spielfreude zurückerlangt wurde, dann kann man Ihnen die Abstinenz verzeihen. Zak Stevens singt und animiert wie in alten Tagen und die Rhythmus – Fraktion, allen voran Chris Cafferey mit dem Moshpit Passion zuvor noch ein Interview führte, spielte als gäbe es keinen Morgen. Von gefühlvoll („Handful of Rain“, „Believe“ mit John Oliva – Videoeinspielung) bis Power („The Wake of Magellan“, „Power of the Night“) war alles dabei. Dieses Wechselbad der Gefühle und diese Intensität machen einen Savatage – Gig aus… Highlight des Tages! 

    Def Leppard

    • Def Leppard

    • Def Leppard

    • Def Leppard

    Kommen wir nun zum Headliner des Abends. Def Leppard beehrten zum ersten Mal das Wacken Open Air und legten einen stimmigen Auftritt hin. Warum es nicht zum Highlight des Tages reichte ist schnell erklärt: Der Auftritt kam zu klinisch und durchgetaktet herüber. Nicht alle Songs zündeten beim Publikum, nur bei den Überhits wie „Carrie“, „Bringin´on the Heartbreak“ oder „Pour some sugar on me“ sprang der Funke zeitweise über. Abzüge gab es auch für den Umstand, dass eine Band mit einem derartigen Backkatalog bei einem Headliner – Auftritt zwei Cover-Songs in Ihre Setlist packte („Personal Jesus“ von Depeche Mode und „Rock on“ von David Essex) – Warum macht man das? Vor allem, wenn die Versionen nichts Neues zu Tage befördern?

    So endete der zweite Tag auf dem Wacken Open Air mit einer gesanglich und musikalisch sehr guten Leistung, die einen jedoch irgendwie kalt ließ.

    Weitere Impressionen des Tages: 

    • Chef

    • Crowd_1

    • Therapy

    • Therapy

    • Jackass

    • Therapy

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    Bildnachweis: WOA Festival GmbH.

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