Interview mit Axl Ludwig von Pretty Wild + Livedates

Interview mit Axl Ludwig von Pretty Wild + Livedates

Dezember 2, 2019 Aus Von Weischi

Interview mit Axl Ludwig von Pretty Wild + Livedates

Die Schweden von Pretty Wild konnten uns bereits im Frühsommer dieses Jahres von ihren Qualitäten überzeugen. Ihr aktueller Longplayer „Interstate 13“ (das Review zum Album findet ihr <<hier>>), gehört mit seiner großartigen Mischung aus melodischem Hardrock und einer Messerspitze Sleaze & Glam nicht ohne Grund zu den absoluten Genre Highlights 2019.

Im Januar 2020 kommt die Band für zwei Gigs nach Deutschland. Nähere Details dazu haben wir für euch weiter unten im verlinkten Flyer! Um vorab ein bisschen die Werbetrommel zu rühren, führte ich mit dem Bandgitarristen Axl Ludwig vor kurzem ein sehr nettes Interview.

Gitarrist Axl Ludwig im Gespräch

Hallo Axl, erst einmal Glückwunsch zu eurem neuen Album, welches meiner Meinung nach das bisher stärkste eurer Bandgeschichte ist. Wie ist die allgemeine Resonanz auf „Interstate 13“ ausgefallen und seid ihr als Band mit dem Endresultat noch immer zufrieden?

Danke Mann! Das Feedback auf die Scheibe ist bisher wirklich sehr gut. Ich denke aber das „Interstate 13“ so eine Art „Übergangsalbum“ geworden ist, denn unser nächstes Album wird wesentlich härter ausfallen. Wir haben auf der aktuellen Platte mit „Meant For Trouble“ bereits ein gutes Beispiel dafür, in was für eine musikalische Richtung wir uns in Zukunft bewegen werden.

Natürlich sind wir immer noch sehr stolz auf das Album, wäre ja auch verdammt komisch Musik aufzunehmen, die man selber nicht mag. Obwohl man nach einer Weile schon etwas müde wird, wenn man die neuen Songs auf Tour gefühlte tausend Male ständig aufs Neue spielen muss. Das ist aber eine vollkommen andere Geschichte.

Was sind eure wichtigsten musikalischen Einflüsse? Gibt es einen speziellen Künstler oder eine Band bei der sich die Band denkt “Das ist genau die Mucke, die wir schon immer machen wollten”?

Ich glaube wir haben viele verschiedene Einflüsse, die die Art wie wir unsere Songs schreiben mehr oder weniger bestimmen. Meine persönlichen Einflüsse würde ich sagen liegen zur Zeit bei den Sex Pistols, Guns N’ Roses und Dream Theater. Genau das kann sich aber nächste Woche schon wieder ändern, wenn du verstehst was ich meine. Von daher ist alles was du hörst – bewusst oder unterbewusst – irgendwie wichtig für dein Songwriting.

Mit welcher Band deiner Wahl würdest du am liebsten mal gemeinsam auf Tour gehen?

Guns ‘N Roses! Oder vielleicht auch Bands Und Künstler, von denen du auf gewisse Art und Weise noch etwas lernen kannst. Pantera oder Lady Gaga zum Bespiel!

Pantera dürften aus offensichtlichen Gründen (R.I.P. Dimebag) ja nicht mehr möglich sein, aber Lady Gaga finde ich tatsächlich mal interessant! Gibt es eigentlich konkrete Pläne dafür eure Alben auch auf Vinyl herauszubringen? Eine Menge meiner Freunde bevorzugen dieses Medium mittlerweile und auch ich denke, dass es eine großartige Idee wäre eure Mucke auch auf einer Langspielplatte hören zu können.

Wir haben bezüglich Vinylpressungen unserer Alben tatsächlich eine Menge Anfragen bekommen, viel mehr kann und darf ich zum jetzigen Zeitpunkt darüber aber noch nicht sagen… 😉

Welche drei Alben würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?

Nur drei Platten? Ich würde mal sagen „Never Mind The Bollocks“ von den Sex Pistols, Guns N’ Roses – „Appetite For Destruction“ und „Grace“ vom leider viel zu früh verstorbenen Singer/Songwriter Jeff Buckley.

Durchgeknallte Bikini-Omas!

Eine sehr gute und ziemlich abwechslungsreiche Wahl. Kannst du mir eigentlich von deinem absurdesten Konzerterlebnis erzählen? Vollkommen unabhängig davon, ob dir das mit der Band passiert ist oder ob du im Zuschauerraum gestanden hast. Irgendetwas komplett verrücktes?

Der absurdeste Moment? Vielleicht als wir vor ein paar Jahren mal in Stockholm gespielt haben. Mitten im Song sind ein paar etwas betagtere Mädels (GILF’s) in Bikinis von unserer Backstage Lounge aus auf die Bühne gestürmt und haben dort unaufgefordert angefangen lasziv zu tanzen. Das war wirklich verdammt seltsam. Oder als wir während eines Gigs versucht haben sehr „diskret“ zu kotzen…

Alter Falter, da wäre ich wirklich nur zu gerne dabei gewesen! Was sind eure nächsten Pläne? Wird es bald mal wieder ein neues Musikvideo geben? Und das allerwichtigste: wann tourt ihr endlich mal etwas ausgiebiger durch Deutschland?

Also ein Videoclip wird demnächst auf jeden Fall wieder kommen. Und auch sonst haben wir einige Pläne. Live stehen jetzt ja erst einmal die beiden Gigs in Karlsruhe am 11.Januar und Burgrieden am 12.Januar an.

Super! Vielen Dank für das ausführliche Interview. Ich persönlich bin sehr darauf gespannt, wie es demnächst mit Pretty Wild weitergehen wird!

Pretty Wild „Crash N Burn 2020“ Livedates

11.01. Karlsruhe, Soundcheck One
12.01. Burgrieden, Riffelhof

Bildnachweis: Axl Ludwig, Black Lodge Records/ Sound Pollution..