Rock Hard Festival 2019 – So lief Tag 2 – Samstag, 08.06.2019

Rock Hard Festival 2019 – So lief Tag 2 – Samstag, 08.06.2019

Juni 13, 2019 Aus Von Kjo

Rock Hard Festival 2019 – So lief Tag 2 – Samstag, 08.06.2019

Der Samstag auf dem Rock Hard Festival startete bereits sehr früh um 12:30. Das kühle und windige Wetter konnte jedoch 2000 Besucher auf die Ränge/vor die Bühne locken. Auf dem Programm standen dicke Bands wie Gamma Ray, Cannibal Corpse und Skid Row. Der Tagessieger wurde jedoch um 12:30 bereits fündig gemacht. Hier könnt ihr den Bericht von Tag 1 nachlesen.

Start in den Tag mit Tyler Leads

Jene Band aus Recklinghausen zündete ein wahres Feuerwerk ab! Obwohl die Jungs erst alle Anfang 20 sind, rockte man gekonnt das Amphitheater. Der Sound war trotz der Witterungsbedingung und kleinerer Ausfälle top. Die Songs sind live besser als auf Platte! Hoffentlich kann man diese Dynamik bei dem nächsten Longplayer mitnehmen. Wo wir bei dem Thema sind, a) Es sind nur noch wenige Exemplare auf Vinyl erhältlich und b) folgt in den nächsten Tagen HIER ein Videointerview mit der Band.

Hippie Trio aus Island: The Vintage Caravan

Das Trio aus Island galt wohl als die Exoten-Band. Der Sound jedoch wirkte sehr solide. Mit der neuen Platte „Gateways“ im Gepäck ging es auch gleich auf Mäusejagd. Zwei Rockbands zum Start waren eine gute Wahl, wenn man bedenkt, was für Kapellen Abends spielten. Frontmann Óskar Logi Ágústsson hatte die Besucher fest im Griff, suchte die Interaktion und hinterließ mit seinem Charme bei den Frauen hohes Herzklopfen. Tolle Band!

Nichts für Vegetarier und Veganer: Carnivore A.D.

Wieder betrat ein Trio die Bretter in Gelsenkirchen. Es handelte sich um die Fleischfresser aus New York. 2017 wiederbelebt mit Baron Misuraca am Gesang/Bass, Louie Beato am Schlagzeug und Marc Piovanetti an der Gitarre tourt die Kapelle seit paar Jahren durch die Welt. Leider müssen die Fans auf neuen Output noch warten. Daher wurden überwiegend alte Songs von „Retaliation“ und „Carnivore“ gezockt.

Die Thronfolge wurde schnell geklärt: Heir Apparent

Jene Kapelle hatte ihren Höhepunkt Mitte der 80er Jahre. Daher lag auch dort genau der Schwerpunkt der Songs. Obwohl die aktuelle Platte „The View from Below“ vor wenigen Monaten erschienen ist, gab es wenig neues zu hören. Sehr schade! Trotzdem war die Show solide.

Symphony X mit Gitarrenwunder Michael Romeo

Deutlich dichter und enger vor der Bühne wurde es gegen kurz vor 17 Uhr. Die Kultband aus New Jersey um Gitarristen Michael Romeo legte deftig los und brachte die Besucher zum headbangen. Auch wenn die letzte Scheibe von 2015 „Underworld“ bei einigen durchgehört wurde, kamen die Tracks gut an. Hoffentlich, hört man demnächst neues Material.

Youth Gone Wild & Rock Hard mit Skid Row

Eine Band, die seit über einer Dekade kein neues Album veröffentlicht hatte, brachte nach 18 Uhr die Zuschauer in Bewegung. Skid Row aus Amerika zockten in den 60-Minuten Spielzeit ein „Best Of der guten Jahre“ bzw. der Ära von Sebastian Bach. Jener Frontmann kündigte für diesen Sommer eine „30th anniversary of Skid Row’s self-titled“ an und lädt seine alten Freunde ein. Ob diese zusagen werden?

Corpsegrinder in Höchstform: Cannibal Corpse

Bereits im Vorfeld geisterte ein angebliches Schreiben der Stadt Gelsenkirchen im Internet herum, mit der Untersagung diverser Songs. Persönlich geht dieser Eingriff in die Kunstfreiheit zu weit. Paradox wird es, wenn in derselben Stadt Nazis demonstrieren und verfassungswidrige Grüße sowie Symbole tragen, ohne dafür belangt zu werden. Genau mein Humor. Die Band zeigte sich davon unbeeindruckt und spielte dafür die Songs instrumental.

Gamma Ray als Headliner am Samstag

Die Band um Mastermind Kai Hansen gab sich die Ehre und verwöhnte die Besucher mit Hits, Hits, Klassikern und ja ähm Hits! Auch wenn einigen die 90-Minuten nicht zusagten, lieferten die Jungs ordentlich ab. Auch wenn Tyler Leads die beste Show des Tages zockten, war der Headliner-Slot für die Herren aus Hamburg am Ende gerechtfertigt.

Bildnachweis: Moshpit Passion.