Slipknot – Dortmunder Maskenball in der Westfalenhalle 18.02.2020

Slipknot-Konzert-Dortmund-Westfalenhalle

Slipknot sind aktuell auf ihrer „We Are Not Your Kind“-Tour und machten am 18.02.2020 Halt in der Dortmunder Westfalenhalle. Zeitgleich spielte nur wenige Meter entfernt der BVB 09 im Signal Iduna Park in der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Dies bedeutete Ausnahmezustand im Ruhrgebiet und Dortmund-Brünninghausen. Wir von Moshpit Passion machten uns daher zeitig auf den Weg, um nicht unnötig in den Stau zu gelangen.

Behemoth: Mottenschwarm mit Eindruck

Die Maskenmänner hatten in der letzten Dekade diverse Exoten-Bands als Support. 2020 sieht dies auch nicht anders aus. Black Metal trifft auf Nu Metal. Hier wurden Erinnerungen an die Kreator/Dimmu Borgir-Show in Düssendorf wach. Ob da wer zu viel „Lords of Chaos“ geguckt hat? Gegen 19:30 Uhr legten die Polen los und konnte einen kleinen Pit zum schwitzen bringen. Anscheinend hatte da wer wohl doch einige Fans mobilisieren können, die ordentlich Dampf abließen. Die pompöse Bühnenshow und der düstere Sound konnte einen bleibenden Eindruck beim Publikum hinterlassen. Die fast 45 Minuten Spielzeit vergingen in Windeseile und machten noch mehr Lust auf den Headliner.

Purer Wahnsinn welcher sich hinter neun Masken versteckt

Um Punkt 21:00 Uhr rollte nicht nur der Ball bei der Borussia, sondern auch der Maskenball in der Westfalenhalle startete mit „Insert Coint“ gefolgt von der ersten Videosingle aus „We Are Not Your Kind“: „Unsainted“. Fast alle Besucher auf den Rängen standen auf, applaudierten und schrien. Auch wenn die Hauptband ihren Sound auf den letzten Alben stark geändert haben und melodiöser wurden, gehört diese Single zu den Top 10-Tracks der Band. Von da an gab es nur  noch ein Gas: Vollgas!

Große Truppe, großer Einsatz

Es folgten zwei seltene Klassiker mit „Disasterpiece“ & „Eeyore“ sowie „Nero Forte“, welche die Band auf der Bühne explodieren ließ. New Guy bzw. Michael Pfaff sprang, rannte, shoutete wie ein Wilder. Shawn Crahan verließ nur selten seine Percussion und bearbeitete die Felle während Drummer Jay Weinberg deutlich bewieß, wieso er aktuell der beste Schlagzeuger der Welt ist. DJ Sid Wilson machte auf seinem eigenen Laufband einige Sprinteinheiten (Ob er wohl dieses Stück bei Flake von Rammstein geklaut hat?) während sein Turntable-Kompangion Craig Jones gefühlt das komplette Konzert durch headbangte. Vman konnte einige Akzente setzen durch einen eigenen Flammenwerfer, welcher am Bass befestigt war. Jim Root und Mick Thomson beschallten das Publikum mit ihren Riffs zu „Duality“, „Surfacing“ oder „New Abortion“. Frontmann Corey bewieß durch seine Ansagen und Interaktionen, wieso er als einer der besten Entertainer im Metal gilt.

Großer Abend in Dortmund

Nach 90 Minuten endete wohl einer der schönsten Abende, die Dortmund lange nicht mehr erlebt hat. Schade, dass Hits wie „Left Behind“ oder auch „My Plague“ nicht gespielt– und Shirt’s für 40€ am Merch angeboten wurden. Im Sommer kommen die Neun zurück nach Köln sowie nächstes Jahr wird „Iowa“ stolze 20 Jahre alt. Die Zukunft bleibt spannend. Mehr Fotos von der Show findet ihr hier!

Intro: Insert Coin
Unsainted
Disasterpiece
Eeyore
Nero Forte
Before I Forget
New Abortion
Psychosocial
Solway Firth
Vermilion
Birth of the Cruel
Wait and Bleed
Eyeless
All Out Life
Duality

Intro: 742617000027
(sic)
People = Shit
Surfacing
Outro: ‚Til We Die

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Bildnachweis: Kjo | Moshpit Passion.